Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Während in Tokio und Shanghai die Aktienmärte ihren Höhen...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Während in Tokio und Shanghai die Aktienmärte ihren Höhenflug fortsetzen, verzeichneten die übrigen Börsen Kursverluste. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 377,14 Zähler oder 1,96 Prozent auf 19.642,74 Punkte. Auch der Shanghai Composite stieg 56,85 Punkte oder 1,58 Prozent auf 3.646,88 Punkte.

Hingegen fiel der Hang Seng Index in Hongkong um 140,56 Zähler (minus 0,61 Prozent) auf 22.726,77 Einheiten. In Australien und Indien, wo das Plus schon vor dem Wochenende bescheiden ausgefallen war, ging es deutlich bergab. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 89,4 Zähler oder 1,70 Prozent auf 5.180,30 Einheiten. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 26.121,40 Zählern mit minus 143,84 Punkten oder 0,55 Prozent. Dort sahen Beobachter als Belastung eine Wahlniederlage der regierenden Hindu-Partei Bharatiya Janata Partei (BJP) in dem nach Bevölkerung drittgrößten indischen Bundesstaat Bihar. Diese dürfte Regierungschef Ministerpräsident Narendra Modi eine Umsetzung seiner Reformpolitik zur Stärkung der Wirtschaft erschweren.

Die USA veröffentlichte am Freitag einen starken US-Arbeitsmarktbericht. Die Konjunkturdaten beflügelten die Börsen in Japan und China. Die USA ist ein wichtiger Absatzmarkt für beide Staaten. Außerdem wurde schwache Exportdaten aus China veröffentlicht. Diese gingen zum vierten Mal hintereinander zurück und das obwohl die chinesische Regierung die heimische Währung abgewertet hat, um die Ausfuhren zu erleichtern. Die Ausfuhren seien im Oktober um 6,9 Prozent auf 192 Milliarden Dollar gefallen, teilte die Zollverwaltung am Sonntag in Peking mit. Gleichzeitig schürten die jüngsten Außenhandelsdaten die Erwartungen, dass Regierung und Notenbank erneut versuchen werden, die Wirtschaft anzukurbeln, was den Kursen in China wieder Auftrieb verlieh.

An Chinas Märkten stützte zudem die Mitteilung, dass angesichts anziehender Aktienkurse der Börsenhandel wieder normalisiert wird. Das vor vier Monaten verhängte Verbot von Börsengängen soll bis Jahresende aufgehoben werden. Anfang Juli hatte die Regierung Börsengänge als Teil eines ganzen Bündels von Maßnahmen ausgesetzt, um Druck vom Aktienmarkt zu nehmen.

So konnten branchenseitig vor allem die Bankenwerte Kursgewinne erzielen. In Tokio stiegen die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial Group 4,26 Prozent, Sumitomo Mitsui Financial Group kletterten 4,00 Prozent und Mizuho Financial Group legten 3,18 Prozent zu. In China gewannen Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) über 3 Prozent und die China Construction Bank zogen um knapp 5 Prozent an.

Hingegen fielen die japanischen Aktien von Toshiba um 7,49 Prozent, nachdem der Konzern einen operativen Verlusten für die Periode von April bis September verlautete.

In Sydney verloren die Papiere von BHP Billiton weitere 5,64 Prozent und notierten damit auf dem niedrigsten Stand seit sechs Wochen. Der weltgrößte Minenkonzern prüft nach dem verheerenden Dammbruch in Brasilien, ob er seine Prognosen für den Eisenerz-Bereich kappen muss. Am Donnerstag war aus noch ungeklärter Ursache der Damm eines Abwasser-Beckens einer Erzgrube im Bundesstaat Minas Gerais gebrochen.