Landeck

Künstler-Denkmal in See ist wieder installiert

© Wenzel

Die Gemeinde hat Zusage spät, aber doch eingelöst: Die Marmortafel zu Ehren von Mathias Schmid ist unweit seines Geburtshauses zu sehen.

See –Eigentlich hat das 1200-Seelen-Dorf am Eingang des Paznaun heuer andere Sorgen. Der Wiederaufbau nach der verheerenden Schallerbachmure vom Juni ist keinesfalls abgeschlossen.

?Die Postbotin?, Öl auf Leinwand, 110 x 83 cm, von Mathias Schmid (1835?1923)
© Wenzel

Trotzdem sorgte die Gemeinde mit BM Toni Mallaun kürzlich für eine Überraschung: Die wenige Wochen nach dem Hochwasser 2005 verschwundene Marmortafel zu Ehren des Malers Mathias Schmid (1835–1923) aus See befindet sich seit wenigen Tagen wieder am ursprünglichen Ort bzw. in unmittelbarer Nähe davon. Die jetzt frisch restaurierte Tafel hatte der Schriftsteller Arthur Achleitner, ein Freund von Schmid, 1895 zu dessen 60. Geburtstag gestiftet. Das Geburtshaus Schmids im Weiler See/Voräule, wo am 21. Juli Dutzende Freunde und Festgäste eintrafen, existiert heute nicht mehr.

„In diesem Hause wurde Tirols großer Sohn Mathias Schmid, Maler, kgl. bayer. Professor am 14. November 1835 geboren. Gewidmet von Arthur Achleitner“, ist in vergoldeter Schrift zu lesen.

„Wir haben die Tafel in eine kleine Steinsäule eingefasst, geplant ist dort noch eine Infotafel samt Kurzbiografie des Künstlers, eine Sitzbank und ein Baum“, schilderte der Bürgermeister am Montag. Eine Eröffnungsfeier sei 2016 vorgesehen. Die Kosten liegen bei 15.000 Euro, dazu gebe es eine Unterstützung vom Denkmalamt. Tirols Denkmalchef, Abteilungsleiter Walter Hauser, bemerkte: „Auch wenn es etwas länger gedauert hat, muss man froh sein, dass die Gemeinde See ihre Zusage eingelöst hat.“

Bisher habe die Gemeinde eben das Geld nicht gehabt, so der Dorfchef. Erst heuer habe man diese Budgetposition einplanen können. Die Originalsteine, in welche die Marmortafel eingefasst war, stünden allerdings nicht mehr zur Verfügung.

Das Denkmalamt sowie der Landecker Chronist und Paznaun-Experte Josef Walser hatten seit Jahren Druck zur Wiederherstellung des Künstler-Denkmals gemacht. Der Einsatz habe sich „also doch“ gelohnt, resümierte Hauser.

Von Mathias Schmid stand heuer vor allem das Gemälde zur Erstbesteigung des Piz Buin aus dem Jahr 1866 im Mittelpunkt. Erwin Cimarolli, Leiter des Schmid-Museums in Ischgl, hatte eine Replik anfertigen lassen. (hwe)

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