Volleyball

TI-Damen wollen im Europacup Geschichte schreiben

Rundherum Tiroler Geschichte: Die TI-Volleyballerinnen posierten im Spanischen Saal von Schloss Ambras.
© TI Volley

Die TI-Damen treffen heute Abend in Luxemburg auf den RSR Walfer. Margarete Maultasch hätte den Tirolerinnen wohl die Daumen gedrückt.

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Historische Gemäuer für historische Erfolge: Die Volleyballerinnen der TI-panoramabau stimmten sich unlängst bei einem Fotoshooting im Schloss Ambras auf den Europacup ein. Ein ungewöhnliches Terrain für die Ballerfrauen. Fließenboden statt Parkett und königliche Gewänder umrahmten ihre Dressen. Nach dem Zittern im bereits winterlich kalten Spanischen Saal dürften sie nun heiß sein, selbst Geschicht­e zu schreiben: Die Chance, erstmals im Europacup eine Hauptrunde zu überstehen, scheint gegen RSR Walfer (LUX) so groß wie nie zuvor.

„Unser Gegnerinnen sind auf Augenhöhe“, sagt TI-Manager Michael Falkner und meint damit nicht nur ähnliche Körpergrößen, sondern vielmehr gleiche Voraussetzungen. Die Luxemburgerinnen seien ebenfalls Studentinnen, ebensowenig Profis wie man selbst. „Ansonsten kann man noch nicht viel sagen. Bis auf ein paar Videos haben wir noch wenig Informationen“, beschreibt Falkner die gestrige Reise in ein weiteres Abenteuer Europacup – wenn auch ein kleineres als in den Jahren zuvor.

2014 musste man in Baku (Aserbaidschan) antreten, inklusive Probleme davor mit Visa-Anträgen und danach mit langwierigem Darm­virus. Im Jahr davor spielte die TI in Minsk, Kostenpunkt 23.000 Euro. Im Vergleich dazu gleicht eine rund 600 km lange Busreise nach Luxemburg einem Kinderspiel.

Die Partie heute (19 Uhr) hingegen weniger. Die TI-Damen müssen auf einige Frauen verzichten: Kapitänin Dani Traxler und Valentina Girardi fehlen weiter, drücken aber vor Ort die Daumen. Len­a Vogrin und Nora Jank­a müssen operiert werden, Joker Eva Meindl kann nicht ausgespielt werden, da eine unverrückbare Vorlesung auf der Med-Uni wartet. Rachel Gerling fiel zuletzt aus, dürfte aber wieder fit sein. „Und die Moni (Monika Chrtianska, Anm.) ist derzeit sowieso gut drauf“, lobt Manager Falkner seine Topscorerin der letzten Bundesliga-Partien.

Der bislang größte internationale Erfolg ist eine Niederlage. Falkner: „Eine sehr knappe gegen Thessaloniki (2004) – gespickt mit Stars wie Jekaterina Gamowa.“ Einen Sieg gegen Luxemburg feierte man hingegen – 2000 gegen den VC Mamer in der Europa­cup-Quali. Ein erster Erfolg im Hauptbewerb scheint fällig, und wenn es nach einer stillen Teilnehmerin beim Schloss-Foto geht, ist er ohne­hin Pflicht: Margarete Maultaschs ungeliebter erster Mann kam aus Luxemburg.

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