Erstochener Tiroler: Mord-Prozess startet am 11. Dezember

Innsbruck (APA) - Im Fall eines im vergangenen Dezember in seinem Haus in Mühlbachl im Wipptal erstochenen 39-jährigen Tirolers startet der ...

Innsbruck (APA) - Im Fall eines im vergangenen Dezember in seinem Haus in Mühlbachl im Wipptal erstochenen 39-jährigen Tirolers startet der Mordprozess gegen den 25-jährigen Tatverdächtigen am 11. Dezember. Weitere Verhandlungstermine sind für den 16. und 17. Dezember anberaumt, teilte ein Sprecher des Landesgerichts Innsbruck der APA am Montag mit.

Vergangene Woche war der Einspruch des Angeklagten gegen die Mordanklage vom Oberlandesgericht Innsbruck abgewiesen worden. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, seinen Bekannten durch die Zufügung massiver Stichverletzungen vorsätzlich getötet zu haben. Der 25-Jährige stellte die Tat laut Staatsanwaltschaft bisher in Abrede. Das Motiv für die Gewalttat habe - nicht zuletzt, weil der Angeklagte die Tat bestreite - nicht eindeutig geklärt werden können, hatte es zuletzt geheißen.

Die Anklage stützt sich auf mehrere insbesondere spurenkundliche Sachverständigengutachten und auf die ausgewerteten Telefon- und Navigationsdaten des Angeklagten, aus denen sich die zeitliche und örtliche Nähe des Beschuldigten zum Tatgeschehen ergebe, hieß es. Nach dem medizinischen Gutachten sind laut Anklagebehörde zur Tötung des Opfers zumindest zwei verschiedene Waffen verwendet worden. Keine dieser Waffen konnte aufgefunden werden. In einem sehr aufwendigen Ermittlungsverfahren wurden von zehn Sachverständigen Gutachten erstattet.

Da die Bluttat so heftig ausgeführt worden sei, hatte der Anwalt des Beschuldigten bezweifelt, ob die Tat nur von einem Täter ausgeführt werden konnte. Der 39-Jährige sei nämlich nicht, wie beispielsweise bei einem Raubmord, mit wenigen gezielten Messerstichen getötet, sondern mit Dutzenden von Einstichen regelrecht hingerichtet worden.

Der Beschuldigte sitzt seit 18. Dezember in Untersuchungshaft. Er soll ein flüchtiger Bekannter des Erstochenen gewesen sein und sich zum Tatzeitpunkt im Haus des Opfers befunden haben.

Eine nahe Verwandte hatte den 39-Jährigen, der allein in dem Haus wohnte, am 16. Dezember blutüberströmt im Wohnzimmer liegend gefunden. Die Frau, die einen Schlüssel zu dem Haus besaß, wollte nach dem Rechten sehen, da das Opfer entgegen seinen Gewohnheiten in der Früh nicht erreichbar war.