Schwaz

TVB weichte verhärtete Fronten auf

© Fankhauser Eva-Maria

Die Bauarbeiten der Panoramabahn Geols verlaufen nach Plan. Auch der Shuttlebus nach Hochfügen ist dank Eingreifen des TVB beschlossene Sache. Nur die gemeinsame Tagesskikarte ist noch ausständig.

Von Eva-Maria Fankhauser

Fügen, Fügenberg –Es geht voran. Nicht nur die im Bau befindliche Geolsbahn im Skigebiet Spieljoch nimmt mehr und mehr Form an, sondern auch in Sachen Shuttlebus-Verbindung nach Hochfügen konnten nun freudige Ergebnisse erzielt werden.

„Der Tourismusverband hat den kleinen Hickhack zwischen den beiden Bergbahnen mitbekommen und sie dann an einen Tisch geholt, um ein Vorankommen zu ermöglichen“, berichtet TVB-Obmann Ernst Erlebach. Als Ass im Ärmel steuert der TVB Erste Ferienregion im Zillertal nämlich einen Finanzierungsanteil bei. Der Shuttle wird durch die Ausschüttung der Tourismusabgaben mitfinanziert. Die Details für die Verbindung müssten laut ihm noch von den beiden Skigebieten ausgearbeitet werden.

Dies bestätigt auch Walter Höllwarth, GF der Spieljochbahn. Laut ihm werden derzeit mehrere Angebote für die Busverbindung geprüft. „Es gibt auf alle Fälle einen viertelstündigen Shuttlebus, der in der Früh von Fügen aus hineinfährt, dann zwischen der Panoramabahn Geols und Hochfügen verkehrt und am Abend wieder ganz rausfährt“, erläutert Höllwarth. Die erste Fahrt soll der Shuttlebus zugleich mit der Geolsbahn nach der Prüfung durch die Seilbahnbehörde, die vom 9. bis 17. Dezember vonstattengeht, antreten.

Die Vernetzung der Skigebiete Spieljoch und Hochfügen ist der Gemeinde Fügenberg ein großes Anliegen. Nicht nur, da die Gemeinde als Miteigentümer der Spieljochbahn eine große Summe zur Finanzierung der Bahn beisteuert, sondern auch, um zukunftsweisende Projekte zu ermöglichen. „Die ursprüngliche Version der Weiterentwicklung des Skigebietes mit möglichen Zusammenschlüssen in Richtung Hochfügen, Hochzillertal sowie zur Kellerjochbahn ist nun Realität“, schildert Raimund Flörl, Vize-BM Fügenberg. Er spricht zudem von einer klaren Zielsetzung, wie die Weiterentwicklung am Spieljoch aussieht, die der Öffentlichkeit zu verraten, sei aber noch zu früh.

Dass seitens der Spieljochbahn Schweigen für Gold gehalten wird, gefällt jedoch einigen Gemeindebürgern nicht. Sie wünschen sich mehr Transparenz.

Parkplatz solle es laut Flörl an der Talstation der Geolsbahn keinen geben. „Die Zentrale ist in Fügen, von dort aus sollen die Skifahrer ins Skigebiet kommen“, betont Flörl.

In Sachen gemeinsame Tageskarte gab es bisher allerdings keine wesentlichen Fortschritte. „Was die Tageskarte angeht, gibt es noch Gespräche. Hochfügen stimmt zu, wenn auch Heinz Schultz sein Okay gibt“, weiß Höllwarth. „Mit mir wurde nicht gesprochen“, antwortet Heinz Schultz auf die Anfrage der TT und erklärt weiter: „Da es dazu noch keine wirklichen Gespräche gegeben hat, kann ich dies derzeit nicht beurteilen. Jedenfalls müssen solche Entscheidungen rechtzeitig und zumindest vor Druck der Preislisten und Bekanntgabe der Preise getroffen und mit allen Partnern diskutiert werden. Für dieses Jahr ist bereits alles gedruckt und veröffentlicht.“

Hochfügens GF Helmuth Grünbacher war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar.

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