InterSky-Grounding: Insolvenzanträge sind gestellt

Bregenz (APA) - Am Landesgericht Feldkirch sind am Montag wie erwartet die Insolvenzanträge über die InterSky Luftfahrt GmbH Bregenz und die...

Bregenz (APA) - Am Landesgericht Feldkirch sind am Montag wie erwartet die Insolvenzanträge über die InterSky Luftfahrt GmbH Bregenz und die Seewald Leasing Ges.m.b.H. gestellt worden. Dies sei postalisch erfolgt, erklärte Gerichtssprecher Norbert Stütler der APA gegenüber.

Nähere Einzelheiten über das anlaufende Verfahren waren vorerst noch nicht bekannt.

Die überschuldete Vorarlberger Regionalfluglinie hatte am Donnerstagabend ihren Betrieb einstellen müssen, nachdem der verkündete Einstieg eines Investors geplatzt war. Vier der fünf InterSky-Flugzeuge wurden vom amerikanischen Leasinggeber noch am selben Abend eingezogen und nach Maastricht überstellt. Über 100 Passagiere waren daraufhin an deutschen Flughäfen gestrandet. Die fünfte Maschine wurde von jener Leasinggesellschaft gestellt, die sich im Besitz der Firmengründer befindet. Auch für diese Gesellschaft wurde Insolvenz beantragt.

Bereits gekaufte InterSky-Tickets sind de facto wertlos. Ob die Besitzer einen Teil zurückerstattet erhalten, hängt vom Ausgang des Insolvenzverfahrens ab. Die Aussichten sind allerdings düster. Nach Angaben von normalerweise gut informierten Luftfahrt-Portalen sollen sich die Gesamtschulden von Intersky auf rund 20 Mio. Euro belaufen. Das wäre deutlich mehr, als zuletzt kolportiert. Besser dran sind jene, die eine Pauschalreise gebucht haben, bei der der Flug mit InterSky vorgesehen gewesen ist. Dabei haftet der Reiseveranstalter. Die Vorarlberger Highlife-Reisen, Intersky-Partner solcher Angebot für Hamburg, Berlin und Köln, hat bereits bei Radio Vorarlberg erklärt, dass Kunden kostenlos stornieren können und ihr Geld zurück erhalten. Das soll rund 120 Personen betreffen.