Verkehr

Gasgeruch im Brettfalltunnel gibt erneut Rätsel auf

Die alarmierte Feuerwehr konnte kein Gasleck feststellen.
© Zoom Tirol

Strass i. Z. – Für eineinhalb Stunden musste am Sonntagabend der Brettfalltunnel am Eingang des Zillertals aufgrund eines gasähnlichen Geruc...

Strass i. Z. –Für eineinhalb Stunden musste am Sonntagabend der Brettfalltunnel am Eingang des Zillertals aufgrund eines gasähnlichen Geruchs im Tunnel gesperrt werden. Für die Einsatzkräfte, die letztlich kein Gas in der Röhre feststellen konnten, sind Einsätze dieser Art seit dem Frühjahr keine Seltenheit mehr. Bereits Ende März wurde an zwei Tagen hintereinander und einmal im Frühsommer Gasalarm im Brettfalltunnel ausgelöst. Auch im Umfahrungstunnel Bruckhäusl meldeten Verkehrsteilnehmer heuer mehrfach Gasgeruch, die Geräte konnten aber bei keinem der Vorfälle Gas feststellen.

Bei der Landesabteilung Verkehr und Straße nimmt man die Meldungen jedenfalls ernst und hat im Sommer an vier Messstellen im Brettfalltunnel eine Woche lang Luftmessungen durchgeführt – ohne letztlich Gas nachweisen zu können. Für Martin Außerlechner, in der Abteilung für den Fachbereich elektro- und maschinentechnischer Anlagen zuständig, gibt es eine Handvoll möglicher Erklärungen, von denen bis dato keine ausgeschlossen werden könne. „Der Geruch könnte von Transportern mit Jauche oder Tierkadavern stammen“, spekuliert er. Es sei aber auch denkbar, dass es im Zuge von Anlieferungen zur nahegelegenen Gas-Tankstelle zu kleineren Gasaustritten beim Transport kommt.

Der Geruch könnte aber auch von zwei Bächen am Nordportal stammen, in denen im Frühling und Herbst das Wasser beinahe steht. In Verbindung mit Laub, Holz oder Papier in den Bächen könnten sich dann gasähnliche Gerüche entwickeln.

Für heute ist beim Tunnel erneut ein Lokalaugenschein geplant. (np)

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Angela Dähling

Angela Dähling

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