Vor Sitzung des UN-Sicherheitsrats: Erneut Tote in Burundi

Bujumbura (APA/dpa) - Kurz vor einer Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zur Eskalation der Gewalt in Burundi sind in dem os...

Bujumbura (APA/dpa) - Kurz vor einer Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zur Eskalation der Gewalt in Burundi sind in dem ostafrikanischen Land erneut fünf Menschen erschossen worden. Die Polizei und das Militär haben am Montag in der Hauptstadt Bujumbura Häuser nach illegalen Waffen und angeblich gewaltsamen Regierungsgegnern durchsucht, wie Menschenrechtler Pacifique Nininahazwe sagte.

Die Opfer seien beim Versuch, vor der Polizei zu fliehen, erschossen worden. Das Rote Kreuz zeigte sich am Montag „extrem besorgt“ angesichts der humanitären Konsequenzen in dem Land. Hunderte seien getötet worden, Hunderte verhaftet und viele Tausende seien angesichts der jüngsten Eskalation der Gewalt geflohen, sagte der Leiter der Delegation des internationalen Roten Kreuzes in Burundi, Georgios Georgantas. „Das Rote Kreuz hat Zentren zur Erstversorgung in mehreren Bezirken der Hauptstadt eingerichtet, um Verwundete zu versorgen“, sagte er.

Mehr als 210.000 Menschen sind seit April aus Angst vor einer Eskalation der Lage bereits außer Landes geflohen. Die Krise in Burundi hatte mit der Bestrebung von Präsident Pierre Nkurunziza begonnen, sich entgegen der verfassungsrechtlichen Bestimmungen um eine dritte Amtszeit zu bemühen.