Kraftwerkssprengung 2 - Mögliche Ursache ausgeforscht

Voitsberg (APA) - Bei den ersten genaueren Begutachtungen der Stahlträger am Kesselhaus hat sich herausgestellt, „dass einige Träger durch d...

Voitsberg (APA) - Bei den ersten genaueren Begutachtungen der Stahlträger am Kesselhaus hat sich herausgestellt, „dass einige Träger durch die angebrachten Schneidladungen glatt durchtrennt waren, einige geschwächt, an einigen war nicht die erwartete Wirkung erkennbar“, teilte das Bundesheer am Nachmittag mit.

Die Experten haben sich mit hydraulischen Hebebühnen die mehr als 50 Träger auf den verschiedenen Sprengebenen von außen angesehen, hieß es in der Aussendung weiter. Einzelne Sprengladungen waren offenbar durch herumfliegende Teile der ersten gezündeten Sprengpakete noch vor der Detonation von den Stahlträger weggeschleudert worden. Daher hätten sie wohl nicht mehr ihre volle Wirkung erreicht. Die 1.760 Einzelsprengladungen waren innerhalb von zehn Sekunden zeitversetzt gezündet worden.

Für die Bevölkerung bestehe derzeit kein Risiko, doch das Betreten des Werkgeländes ist verboten, da immer wieder Teile herunterfallen können. Ein Umstürzen des Kesselhauses durch die Schwerkraft könne derzeit ausgeschlossen werden, teilte die Porr AG mit und ließ weiter wissen: „Zu den Kosten, die in Folge der nur zum Teil planmäßig erfolgten Sprengung verursacht werden, können wir derzeit keine Aussage machen, da eine seriöse Kostenschätzung erst nach Vorliegen der Begutachtungsergebnisse erstellt werden kann.“

~ ISIN AT0000609607 WEB http://www.porr-group.com ~ APA439 2015-11-09/17:27