Flüchtlinge - Lopatka hält ÖBB-Forderung für „unmoralisch“

Wien (APA) - ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka hält die Forderung der ÖBB an die Regierung, die durch die Flüchtlingstransporte entstandenen K...

Wien (APA) - ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka hält die Forderung der ÖBB an die Regierung, die durch die Flüchtlingstransporte entstandenen Kosten zu ersetzen, für „unmoralisch“. ÖBB-Generaldirektor Christian Kern habe wohl vergessen, „wie hoch die öffentlichen Zuschüsse in sein Unternehmen sind“, sagte er laut Vorausmeldung in den „Salzburger Nachrichten“ (Dienstag-Ausgabe).

Für Lopatka ist es laut eigener Aussage „unmoralisch“, mit der „Not der Flüchtlinge Geschäfte zumachen“. Er verwies auf die öffentlichen Zahlungen an die ÖBB, die in diesem Jahr 4,76 Mrd. Euro betragen hätten. Mit diesem Geld müssten auch die Aufwendungen für die Flüchtlinge zu tragen sein. Laut Lopatka betragen die Ausgaben der ÖBB für Öffentlichkeitsarbeit 31 Mio. Euro im Jahr, was doppelt so viel wie die Aufwendungen für die Flüchtlingstransporte sei. Hier gebe es Möglichkeiten, Geld umzuschichten.

~ WEB http://www.oebb.at/ ~ APA465 2015-11-09/18:14