Ölpreise erneut unter Druck - Kuwait: Preis bleibt länger niedrig

New York/London/Dubai (APA/dpa-AFX/Reuters) - Die Ölpreise sind am Montag erneut unter Druck geraten. Am späten Nachmittag kostete ein Barre...

New York/London/Dubai (APA/dpa-AFX/Reuters) - Die Ölpreise sind am Montag erneut unter Druck geraten. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 47,24 US-Dollar (43,48 Euro). Das waren um 28 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank um 46 Cent auf 43,84 Dollar.

Die angesichts der robusten Konjunktur verbesserten Aussichten für die Nachfrage im weltgrößten Ölverbraucherland USA und der erneute Rückgang der aktiven Ölbohrungen würden dem Ölpreis derzeit kaum helfen, schreibt die Commerzbank. So läge die Bohraktivität in den USA inzwischen auf dem niedrigsten Niveau seit Juni 2010. „Kurzfristig dürfte das hohe Überangebot einer Preiserholung allerdings entgegenstehen“, schätzt die Commerzbank.

Nach Einschätzung der kuwaitischen Regierung werden die Öl-Preise noch längere Zeit niedrig bleiben. Zu einer Erholung werde schließlich eine starke Nachfrage beitragen, sagte Kabinettsminister Mohammed Abdullah Al-Mubarak Al-Sabah am Montag der staatlichen kuwaitischen Nachrichtenagentur. Innerhalb der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) müsse ein Konsens geschaffen werden, um die Probleme zu überwinden.

Der weltweite Ölpreis ist seit längerem niedrig. Saudi-Arabien hat die Produktion hochgefahren, um Marktanteile zu sichern. Gleichzeitig dämpft die Konjunkturschwäche in China die Nachfrage. Viele Staaten der Golfregion, aber auch Russland, erhalten große Teile ihrer Staatsgelder aus dem Öl-Geschäft. Auch Energie-Konzerne bekommen den Preisverfall zu spüren.