LA: Russland am Doping-Pranger 2 - Coe setzte Frist bis Wochenende

Moskau/Lausanne (APA/Reuters/AFP/dpa) - Der neue IAAF-Präsident Sebastian Coe setzte Russlands Verband eine Frist bis zum Wochenende, um auf...

Moskau/Lausanne (APA/Reuters/AFP/dpa) - Der neue IAAF-Präsident Sebastian Coe setzte Russlands Verband eine Frist bis zum Wochenende, um auf die Vorwürfe zu reagieren. „Ich will eine Erklärung zu diesen Vorwürfen und dann wird der Vorstand entscheiden“, sagte der Brite. Das IOC erklärte, man habe Vertrauen in Coe, in dem Doping- und Korruptionsskandal „alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen“.

Der russische Sportminister Witali Mutko bestritt am Montag die schweren Vorwürfe gegen ihn. Sein Ministerium könne die Finanzierung der russischen Anti-Doping-Agentur und des Kontrolllabors in Moskau auch einstellen, drohte Mutko am Montag. „Wir sparen dann Geld.“ Der Bericht der WADA-Ermittlungskommission enthalte keine neuen Fakten, erklärte er nach Angaben der Agentur Interfax.

Die Vernichtung von mehr als 1.400 Doping-Proben, die ihm zur Last gelegt werde, gehe in Wahrheit auf ein Rundschreiben der WADA zurück. Die Proben seien nicht mehr gebraucht worden.

„Ja, wir haben Probleme, aber wir haben sie auch nie verschwiegen“, sagte Mutko zur Frage von Doping im russischen Sport und zeigte sich bereit, auf Vorschläge von außen zu reagieren. „Wenn die WADA oder die IAAF Empfehlungen aussprechen, werden wir diese natürlich befolgen“, betonte der Minister. In dem WADA-Bericht werden 14 Punkte genannt, deren Umsetzung ein unabhängiges Anti-Doping-Programm in Russland sichern soll.