224 Tote

Moskau schließt Anschlag auf Airbus in Ägypten nicht mehr aus

Ein Wrackteil der abgestürzten Maschine. Sie soll in der Luft zerbrochen sein - offenbar wegen einer Bombenexplosion.
© RUSSIAN EMERGENCY MINISTRY

Auch Russland hält nun offiziell einen terroristischen Akt als Absturzursache von Flug 9268 für möglich.

Moskau - Die russische Regierung hat erstmals einen Anschlag als mögliche Absturzursache des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten bezeichnet. Die Möglichkeit eines „Terroranschlags“ könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew in einem am Montagabend veröffentlichten Interview der Rossiskaja Gazeta.

Die Maschine der russischen Fluggesellschaft Metrojet war am 31. Oktober nach dem Start in Sharm el-Sheikh abgestürzt, keiner der 224 Insassen überlebte.

Großbritannien und die USA sowie internationale Ermittler äußerten bereits früher den Verdacht, dass eine Bombe an Bord der Maschine den Ferienflieger zum Absturz brachte. Dagegen verwahrten sich die ägyptischen Behörden, denen zufolge erst sämtliche Ermittlungsergebnisse abgewartet werden müssen.

Putin ordnete bereits am Freitag Aussetzung von Flügen an

Diese Position vertrat bisher auch Russland. Allerdings ordnete der russische Präsident Wladimir Putin auf Empfehlung des Inlandsgeheimdienstes FSB am Freitag die Aussetzung aller Flüge von Russland nach Ägypten an. Der ägyptische Ableger der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hatte am Mittwoch erneut erklärt, er habe die Maschine zum Absturz gebracht.

In vom USA-Geheimdienst überwachten Gesprächen russischer Regierungsvertreter war laut Nachrichtenagentur Reuters ebenfalls die Rede von einer Bombe an Bord des abgestürzten Flugzeugs. (APA/AFP)

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