Keine EU-Einigung auf Maßnahmen gegen chinesische Stahlimporte

Brüssel (APA/Reuters) - Die EU-Länder haben sich am Montag nicht auf zügige Maßnahmen zur Eindämmung der immer billiger werdenden Stahl-Einf...

Brüssel (APA/Reuters) - Die EU-Länder haben sich am Montag nicht auf zügige Maßnahmen zur Eindämmung der immer billiger werdenden Stahl-Einfuhren aus China einigen können. Die luxemburgische EU-Ratspräsidentschaft erklärte am Abend, man sei sich zwar einig gewesen, dass es eine Antwort darauf geben müsse. Darüber solle aber erst auf einer Konferenz im weiteren Jahresverlauf gesprochen werden.

Europäische Stahlhersteller haben von der Politik sofortige Maßnahmen gefordert, nachdem die Export-Preise für chinesischen Flachstahl in diesem Jahr bereits um 40 Prozent gesunken sind. Unternehmen wie Tata Steel Europe gehen davon aus, dass die Regierung in Peking chinesischen Stahlhütten durch Subventionen oder ähnliche Zuwendungen hilft. In Europa sollen wegen des billigen Stahls aus China in den vergangenen drei Monaten rund 5.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sein.

China ist der weltweit größte Stahlproduzent. Die großen Stahlkonzerne des Landes haben nach Verbandsangaben in diesem Jahr angesichts schwächerer Nachfrage und gesunkener Preise bisher einen Verlust von umgerechnet rund vier Milliarden Euro eingefahren.