Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend tiefer

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend im Minus geschlossen. Die Aktienmärkte haben nach der jüngsten Rally e...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend im Minus geschlossen. Die Aktienmärkte haben nach der jüngsten Rally eine Atempause eingelegt, hieß es. Eine geringere Inflation in China als erwartet, schürte zudem Konjunktursorgen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.

Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann gegen den allgemeinen Trend leicht um 28,52 Zähler oder 0,15 Prozent auf 19.671,26 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 325,07 Zähler (minus 1,43 Prozent) auf 22.401,70 Einheiten. Der Shanghai Composite gab 6,39 Punkte oder 0,18 Prozent auf 3.640,49 Punkte ab.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit negativen Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 25.743,26 Zählern mit minus 378,14 Punkten oder 1,45 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 22,6 Zähler oder 0,44 Prozent auf 5.157,70 Einheiten.

Die Konjunkturflaute in wichtigen Schwellenländern zieht laut OECD-Einschätzung das globale Wachstum nach unten. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet deshalb für das kommende Jahr nur noch mit einem weltweiten Wirtschaftsplus von 3,3 Prozent. Das ist ein halber Prozentpunkt weniger als bisher von den Experten erwartet.

Zudem setzt die schwache Preisentwicklung in China die Notenbank weiter unter Druck. Die Teuerungsrate bei den Verbraucherpreisen im Reich der Mitte sei im Berichtsmonat Oktober spürbar hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schrieben die Volkswirte der NordLB. Außerdem hätten die Produzentenpreise im Oktober ihre Talfahrt fortgesetzt. Aus ihrer Sicht wird aber die Zentralbank stillhalten.

In Shanghai zeigten sich Rohstoffwerte wie Yunnan Chihong Zinc & Germanium und Yunnan Copper dennoch besonders gefragt, die den maximalen Tagesanstieg um 10 Prozent zeigten.

Tagesverlierer in Hongkong waren die Aktien des Immobilienunternehmens China Resources Land Limited mit einem Minus von 4,39 Prozent. Lediglich die Aktien der HSBC konnten sich in dem 50 Werte breiten Aktienindex mit einem kleinen Plus von 0,08 Prozent gegen den Negativtrend stemmen.

Klare Kursaufschläge zeigten in Tokio hingegen einige Bankenwerte. Hiroshima Bank sprangen um 7,8 Prozent in die Höhe, nachdem das Finanzhaus die eigene Gewinnprognose um 25 Prozent erhöht hatte.