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EU setzt Volkswagen Frist, Porsche halbiert Gewinn

Die Porsche SE hält 52,2 Prozent der VW-Stammaktien.
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Konzern erhielt am Montag zehn Tage Zeit zur Bekanntgabe von Einzelheiten.

Berlin, Wolfsburg – Die Europäische Kommission setzt Berichten des Wall Street Journal zufolge Volkswagen eine Frist, Einzelheiten im CO2-Skandal zu nennen. Der VW- Konzern erhalte für die Übermittlung der Informationen zehn Tage Zeit, berichtete die Zeitung am Montag. Der Konzern hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, bei 800.000 Fahrzeugen Verbrauch und CO2-Ausstoß manipuliert zu haben.

Seitdem bekanntgeworden ist, dass in großem Stil Dieselabgaswerte manipuliert wurden, steckt Europas größter Autokonzern in der tiefsten Krise seiner Geschichte. In Europa ruft Volkswagen deshalb 8,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Weltweit ermitteln Behörden gegen den Konzern, Anwälte sammeln Munition für Schadenersatzforderungen.

VW-Hauptaktionär Porsche SE halbierte Gewinn

Der VW-Hauptaktionär Porsche SE hat bis Ende September den Konzerngewinn aus seiner VW-Beteiligung mehr als halbiert. Von Jänner bis September sei ein Konzernergebnis nach von 1,19 Mrd. Euro erzielt worden im Vergleich zu 2,5 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen heute, Dienstag, mitteilte. Das Ergebnis sei durch die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Dieselthematik belastet worden, erklärte die von den Familien Porsche und Piech kontrollierte Beteiligungsgesellschaft. Die Porsche SE hält 52,2 Prozent der VW-Stammaktien. Der Anteil am Kapital, zu dem auch stimmrechtslose Vorzugsaktien zählen, beträgt 30,8 Prozent.

Im Nachgang zu den VW-Mitteilungen über milliardenhohe Rückstellungen und finanzielle Risiken wegen des Dieselskandals hatte die Holding in den vergangenen Wochen mehrmals ihren Ausblick aktualisiert. Die Prognose für den Konzerngewinn hatte die Porsche SE Ende Oktober um zwei Mrd. Euro auf 0,8 bis 1,8 Mrd. Euro gesenkt. Diese Spanne bekräftigte das Unternehmen jetzt. Die Nettoliquidität verringerte sich bis Ende September auf 1,44 Mrd. Euro nach 2,27 Mrd. Euro vor einem Jahr. (APA, Reuters)

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