Messerattacke von palästinensischen Teenagern in Ost-Jerusalem

Jerusalem (APA/AFP) - Bei zwei neuen Messerangriffen von Palästinensern auf Israelis im besetzten Ost-Jerusalem sind am Dienstag mehrere Men...

Jerusalem (APA/AFP) - Bei zwei neuen Messerangriffen von Palästinensern auf Israelis im besetzten Ost-Jerusalem sind am Dienstag mehrere Menschen verletzt worden. Bei der ersten Attacke griffen zwei „zwölf bis 13-jährige“ Buben den Sicherheitsmann einer Straßenbahn im Siedlerviertel Pisgat Ze‘ev an, wie die Polizei mitteilte.

Der Sicherheitsmann musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem er einen der jugendlichen Angreifer mit einem Schuss verletzt hatte. Der zweite Angreifer wurde von Passagieren überwältigt.

An einem Eingang zur Jerusalemer Altstadt versuchte zudem ein 37-jähriger Palästinenser, Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes im Vorbeilaufen mit einem Messer niederzustechen. Diese hätten das Feuer eröffnet, teilte die Polizei mit. Der Angreifer wurde dabei lebensbedrohlich verletzt, auch ein palästinensischer Sanitäter sei von Kugeln am Arm verletzt worden.

Seit Anfang Oktober ist die Lage im Westjordanland und in Jerusalem äußert angespannt, fast täglich greifen Palästinenser Israelis mit Messern an. Insgesamt wurden bei den Anschlägen bisher zehn Israelis getötet. Im Zuge der Unruhen, die sich auch auf das Grenzgebiet zum Gazastreifen ausdehnten, wurden im gleichen Zeitraum auch 74 Palästinenser und ein arabischer Israeli getötet.