Steuerbetrug

Steuerrazzia in Luxenburg: deutsche Kunden im Visier der Fahnder

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Die Behörden in Nordrhein-Westfalen sind im Besitz der Kontounterlagen von rund 54.000 deutschen Kunden einer Luxemburger Bank.

Köln, Wuppertal – Die Staatsanwaltschaft Köln und die Steuerfahndung Wuppertal haben Medienberichten zufolge wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eine Razzia bei zahlreichen deutschen Kunden der Luxemburger Sparkasse BCEE begonnen. Die Bankkunden sollen die Banque et Caisse d‘Epargne de l‘Etat genutzt haben, um Schwarzgeld vor dem Fiskus zu verstecken, wie Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR berichteten.

Die Staatsanwaltschaft Köln wollte den Bericht unter Berufung auf das Steuergeheimnis nicht kommentieren. Von der BCEE war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Doch bestätigten informierte Kreise dpa den Vorgang.

Dem Bericht zufolge sollen die Durchsuchungsaktionen die ganze Woche andauern. Deutschlandweit seien zwischen 150 und 200 Ermittler im Einsatz. Demnach sind die Behörden in Nordrhein-Westfalen im Besitz der Kontounterlagen von knapp 54.300 deutschen Kunden der Luxemburger Sparkasse.

Dies sei der größte Datensatz, den Steuerfahnder in der Bundesrepublik jemals über eine in- oder ausländische Bank in die Hände bekommen hätten. Die Fahnder konzentrierten sich deshalb zunächst auf Kunden mit mehr als 300.000 Euro Geldanlage im Großherzogtum. (APA, dpa)

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