Tirol

Zwölf Bienenvölker vernichtet: Zillertaler verurteilt

(Symbolfoto)
© Thomas Böhm/TT

Innsbruck – Letzten Juli kam es im Zillertal zu einem Massensterben von 600.000 Bienen. Sofort fiel im Almgebiet der Verdacht auf einen Almb...

Innsbruck –Letzten Juli kam es im Zillertal zu einem Massensterben von 600.000 Bienen. Sofort fiel im Almgebiet der Verdacht auf einen Almbauern, der sich bereits öffentlich gegen die Bienenzucht auf Almen deklariert hatte. Zwölf Bienenvölker hatte der 61-Jährige durch Streuen eines Ungezieferpulvers in deren Stöcke vernichtet. Der wegen Sachbeschädigung Angeklagte leugnete die Tat, wurde jedoch vom Landes- und Oberlandesgericht (OLG) aufgrund von Indizien und eines Beweises überführt. So befand sich in einer sichergestellten Flasche exakt das gleiche Gift wie in den Bienenstöcken. Zur Hälfte bedingte 720 Euro Geldstrafe wurden vom OLG bestätigt. Die beiden geschädigten Imker wohnten der Verhandlung am OLG fassungslos bei. Das Erstgericht war noch von einem Schaden von mindestens 2650 Euro ausgegangen. Das Oberlandesgericht konnte ihnen jedoch mangels genaueren Beläge nur insgesamt 600 Euro zusprechen. Mit dem Rest müssen sie den verurteilten Altbauern nun am Zivilgericht klagen. (fell)

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