Baltisch-adriatische Eisenbahnachse startet, erste Züge ab Dezember

Wien (APA) - Eisenbahnunternehmen können sich seit heute an eine einheitliche Anlaufstelle für Schienentransportkapazitäten auf dem baltisch...

Wien (APA) - Eisenbahnunternehmen können sich seit heute an eine einheitliche Anlaufstelle für Schienentransportkapazitäten auf dem baltisch-adriatischen Korridor wenden. Die Achse führt als eine von neun EU-Bahnverkehrskorridoren von Adria-Häfen durch Österreich zur Ostsee. Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ) sieht im Start „einen wichtigen Schritt in der Integration des europäischen Verkehrsnetzes“.

Trassenbuchungen gibt es ab sofort, die ersten Züge, die über den Korridor abgewickelt werden, sollen ab Dezember 2015 verkehren.

In einer gemeinsamen Erklärung der Verkehrsminister der Anrainerstaaten von heute heißt es, dass der „baltisch-adriatische Schienengüterverkehrskorridor“ nun offiziell eröffnet ist. Die Achse führt konkret von Bologna bzw. Ravenna, Triest und Venedig sowie Koper durch Österreich nach Danzig - führt also von Italien und Slowenien aus durch Österreich nach Tschechien, die Slowakei und Polen.

„Der baltisch-adriatische Korridor wird dazu beitragen, die Handelsbeziehungen zwischen unseren Ländern zu fördern und die europäische Integration zu vertiefen“, so der slowakische Verkehrsminister Jan Pociatek. Der Korridor habe ein größeres Einzugsgebiet als die Staaten, die er tatsächlich durchquere.

In Österreich sind sowohl der Koralmtunnel zwischen Kärnten und der Steiermark als auch der Semmering-Basistunnel zwischen der Steiermark und Niederösterreich Teil der EU-geförderten Achse. Als Flaschenhals in Österreich gilt derzeit die Wörthersee-Trasse.