Klimagipfel - Fabius vorsichtig optimistisch

Paris (APA/dpa) - Vor der Pariser UN-Klimakonferenz in drei Wochen zeigt sich Frankreichs Außenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius v...

Paris (APA/dpa) - Vor der Pariser UN-Klimakonferenz in drei Wochen zeigt sich Frankreichs Außenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius vorsichtig optimistisch. „Wir haben das klare Ziel, erfolgreich zu sein“, sagte Fabius am Dienstag in der französischen Hauptstadt zum Abschluss eines Vorbereitungstreffens. Gleichzeitig betonte der Minister: „Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns.“

Während der Klimakonferenz der Vereinten Nationen wollen Vertreter aus rund 190 Ländern ein Abkommen erzielen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen und damit den Klimawandel einzudämmen. Das Ziel ist, den Anstieg der Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Wenn es möglich sein sollte, werde auch über die Marke von 1,5 Grad diskutiert, sagte Fabius. Er wies darauf hin, bereits eine Erwärmung um zwei Grad werde „deutliche Folgen“ haben. Deswegen seien langfristig weitere Ziele notwendig.

UN-Klimachefin Christiana Figueres sprach nach dem Treffen davon, alle Ziele seien möglich. Die beteiligten Länder hätten erneut bestätigt, wie wichtig es sei, während der Klimakonferenz einen Abschluss zu erreichen. „Es ist nicht nur möglich, sondern auch notwendig und dringend, zu einem erfolgreichen Ergebnis in Paris zu kommen.“ Zu dem Vorbereitungstreffen waren Minister und hochrangige Regierungsvertreter aus etwa 70 Ländern für drei Tage nach Paris gekommen.

Ohne auf Details einzugehen berichtete Fabius von Fortschritten in einigen Bereichen. So sollten künftig nationale Ziele alle fünf Jahre abgeglichen werden. Ein Rückschritt einzelner Länder auf geringere Klimaziele solle es nicht geben. Offen ist weiter die Finanzierung von jährlich 100 Milliarden US-Dollar, mit denen ab 2020 ärmere Länder unterstützt werden sollen.

Umweltverbände reagierten skeptisch auf die Vorbereitung in Paris. „Das Treffen war die vielleicht letzte Chance, um mit der Vision einer globalen Energiewende hin zu 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 in die Pariser Klimakonferenz zu gehen. Die Minister haben die Chance verpasst“, sagte Martin Kaiser, Leiter der internationalen Klimapolitik von Greenpeace.