Sinai-Absturz - Russland erwartet langes Flugverbot nach Ägypten

Moskau/Sharm el-Sheikh/Kairo (APA/dpa) - Das russische Flugverbot nach Ägypten wird nach Moskauer Behördenangaben noch einige Zeit in Kraft ...

Moskau/Sharm el-Sheikh/Kairo (APA/dpa) - Das russische Flugverbot nach Ägypten wird nach Moskauer Behördenangaben noch einige Zeit in Kraft bleiben. Die Verbindungen würden erst wieder aufgenommen, wenn die Sicherheitsvorkehrungen an den ägyptischen Flughäfen internationalen Standards entsprechen, sagte Verkehrsminister Maxim Sokolow am Dienstag.

Dies werde mehrere Monate dauern, sagte zudem der Chef der Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow, nach Angaben der Agentur Interfax.

Mit dem Flugstopp für Passagiermaschinen nach Ägypten hatte Moskau am Freitag auf den Absturz des russischen Ferienfliegers über der Sinai-Halbinsel reagiert. Der russische Tourismusverband RST schätzt den Schaden für Reiseanbieter auf umgerechnet rund 22 Millionen Euro.

Bei der Tragödie vom 31. Oktober kamen alle 224 Menschen an Bord ums Leben. Westliche Geheimdienste vermuten einen Terroranschlag als Ursache. Russland legt sich dazu nicht fest.

Minister Sokolow bekräftigte, zuverlässige Daten über einen Anschlag gebe es bisher nicht. Die Ermittlungen zur Absturzursache würden lange dauern, betonte Iwanow. Sämtliche Trümmerteile müssten gefunden und nach Kairo gebracht werden. Die Untersuchung werde Monate in Anspruch nehmen, sagte der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin.