Helmut Schmidt tot - „Zeit“-Chefredakteur: „Jetzt erwachsen werden“

Hamburg/Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Wochenzeitung „Die Zeit“ trauert um ihren langjährigen Herausgeber, den verstorbenen Ex-Bundeskanzle...

Hamburg/Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Wochenzeitung „Die Zeit“ trauert um ihren langjährigen Herausgeber, den verstorbenen Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt. „Wir, die ihn überlebt haben, müssen jetzt erwachsen werden. Ob wir es wollen oder nicht“, sagte Chefredakteur Giovanni di Lorenzo am Dienstag in Hamburg.

Der Geschäftsführer des Verlags, Rainer Esser, ergänzte: „Ich bin sehr glücklich, dass ich einen so klugen, liebenswürdigen und immer hilfsbereiten großen Mann über 16 Jahre regelmäßig treffen durfte. Wir werden ihn unendlich vermissen.“

Als Herausgeber, zeitweise auch als Verleger und Geschäftsführer, habe Schmidt 32 Jahre lang über die Geschicke des Blattes gewacht, teilten Redaktion und Verlag mit. „Mit ungebrochener Schaffenskraft und nie versiegender Wissbegier hat Helmut Schmidt bis in seine letzten Lebenswochen an der Redaktionsarbeit Anteil genommen. Er hat sich lebhaft an unseren Konferenzen beteiligt, hat in unsere Diskussionen eingegriffen und Themen angeregt. Er hat nie aufgehört zu arbeiten und ist deshalb jung geblieben“, schrieben die Blattmacher über den 96-Jährigen. „Sein kluges Urteil, seine Weisheit und seine Warmherzigkeit werden uns fehlen.“