Europas Leitbörsen uneinheitlich und wenig verändert

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag uneinheitlich und wenig verändert aus dem Handel gegangen. Die gestie...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag uneinheitlich und wenig verändert aus dem Handel gegangen. Die gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine Zinswende in den USA, schwache Daten aus China sowie Befürchtungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die erhoffte Ausweitung ihrer Unterstützungsmaßnahmen im Dezember doch nicht durchziehe, sorgten für etwas Zurückhaltung, hieß es von Analystenseite.

Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 0,21 Prozent auf 3.425,40 Zähler. Ein schwächerer Euro-Kurs zum US-Dollar wurde von Börsianern positiv aufgenommen, da die Entwicklung am Devisenmarkt die Exporte aus dem Euroraum in den Zielländern verbilligt.

Mit den Konjunktursorgen in China gab es Verkaufsdruck bei den Aktien von Minenbetreibern zu sehen. Anglo American ermäßigten sich um satte 4,7 Prozent. Glencore verloren in London 4,2 Prozent und Antofagasta gaben 2,3 Prozent nach.

Impulsgebend galten auf Unternehmensebene in der laufenden Berichtssaison die publizierten Geschäftsergebnisse. Vodafone-Aktien zogen nach der Zahlenvorlage des britischen Telekomkonzerns um 3,9 Prozent nach oben. Die Briten selbst gehen nun dank der wirtschaftlichen Erholung in Europa und dem starken Wachstum in Schwellenländern zuversichtlicher in die zweite Jahreshälfte.

KPN-Papiere verbuchten einen Zuwachs von 3,1 Prozent. Der niederländische Telefonkonzern zieht sich beim kundenstärksten deutschen Mobilfunkbetreiber Telefonica Deutschland („o2“) teilweise zurück. KPN warf 150 Mio. Aktien von Telefonica Deutschland auf den Markt und erlöste damit 805 Mio. Euro.

Die Aktien der Lufthansa weiteten ihre Vortagesverluste aus und verloren ein Prozent an Höhe. Auch ein nachgebessertes Angebot der AUA-Mutter brachte im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern bisher keine Lösung. Der Streik geht weiter.

Die Papiere der Schweizer Privatbank Julius Bär reagierten mit einem Minus von 2,65 negativ auf Zahlen für die ersten zehn Monate. Ein Händler kritisierte die schwächeren Zuflüsse und die niedrigeren Gewinnspannen des Instituts.

Die Aktien von E.ON und RWE fielen um 3,0 Prozent bzw. 3,8 Prozent. Sorgen um die Geschäftsentwicklung der Versorger kochten nach einem Pressebericht wieder hoch. Sie leiden seit geraumer Zeit unter den Folgen der Energiewende. Dem „Handelsblatt“ zufolge dürfte E.ON in den ersten neun Monaten einen Rekordverlust von mehr als fünf Milliarden Euro verbucht haben. E.ON wird am Mittwoch den Geschäftsbericht vorlegen, RWE folgt am Donnerstag.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.476,50 -0,12 -0,00 2.476,62 Frankfurt DAX 10.832,52 17,07 0,16 10.815,45 London FT-SE-100 6.275,28 -19,88 -0,32 6.295,16 Paris CAC-40 4.912,16 0,99 0,02 4.911,17 Zürich SPI 9.067,62 -27,44 -0,30 9.095,06 Mailand FTSEMIB 22.444,00 336,70 1,52 22.107,30 Madrid IBEX-35 10.336,80 11,60 0,11 10.325,20 Amsterdam AEX 465,20 0,19 0,04 465,01 Brüssel BEL-20 3.612,97 -10,87 -0,30 3.623,84 Stockholm SX Gesamt 1.499,40 -12,15 -0,80 1.511,55 Europa Euro-Stoxx-5 3.425,40 7,04 0,21 3.418,36

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Euro-Stoxx 356,25 0,65 0,18 355,60 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA560 2015-11-10/18:08