Zürcher Börse schließt moderat im Minus

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat im Anschluss an die Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt am Dienstag weiter an Terrain ein...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat im Anschluss an die Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt am Dienstag weiter an Terrain eingebüßt und den Handel mit moderaten Kursverlusten abgeschlossen. Zwar hatte der Leitindex noch etwas fester eröffnet, kurze Zeit später drehte das Börsenbarometer allerdings in die Verlustzone.

Die derzeit gedämpfte Stimmung an den Börsen führen Händler auf einen Mix verschiedener Faktoren zurück: So sei etwa die Wahrscheinlichkeit für eine US-Zinswende gestiegen. Zudem präsentiere sich die Wirtschaftslage in China schwach und die Sorge, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die erhoffte geldpolitische Ausweitung im Dezember doch nicht umsetze, habe ebenfalls belastet.

Der Swiss Market Index (SMI) gab bis zum Börsenschluss um 0,30 Prozent auf 8.849,77 Punkte nach. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor ebenfalls 0,30 Prozent auf 9.067,62 Stellen. Von den 30 Bluechips lagen am Schluss 16 im Minus, 13 im Plus und die Aktien von Sonova unverändert.

In dem insgesamt nachrichtenarmen Umfeld stach Julius Bär (Aktie -2,7 Prozent) mit dem Bericht zur Entwicklung der von der Bank verwalteten Vermögen heraus. Die Gruppe blieb bei der Neugeldentwicklung etwas hinter den eigenen Zielen zurück. Analysten bezeichneten den Zwischenbericht als „wenig inspirierend“.

Weit hinten im SMI/SLI reihten sich erneut die Aktien von Swatch (-2,2 Prozent) ein, hingegen verloren Richemont diesmal lediglich 0,2 Prozent. Seit Richemont am Freitag ernüchternde Zahlen zur Geschäftsentwicklung veröffentlicht hatte, ging es jedoch vor allem mit den Papieren des Genfer Uhren- und Schmuckherstellers bergab.

Die drei Schwergewichte Roche (-0,3 Prozent), Novartis (-0,4 Prozent) und Nestlé (-0,2 Prozent) konnten sich dem Abwärtstrend an der Börse nur teilweise entziehen und büßten leicht an Wert ein. Die Zulassung für die Roche-Medikamentenkombination Cotellic und Zelboraf gab den Genussscheinen zum Handelsende hin keinen Auftrieb. Größere Einbußen waren auch beim Zementkonzern LafargeHolcim (-2,1 Prozent) oder dem Warenprüfer SGS (-1,8 Prozent) zu sehen.

Demgegenüber erholen sich die Aktien des Personaldienstleisters Adecco in Trippelschritten von den Kursverlusten der Vorwoche. Nach einem Plus von 0,8 Prozent vom Montag ging es am Dienstag mit 0,7 Prozent nach oben. Analystenkommentare sowie gute Konjunkturdaten aus dem Schlüsselmarkt Frankreich seien positiv aufgenommen worden, hieß es. In der vergangenen Woche hatte der für das dritte Quartal ausgewiesene Verlust die Aktie jedoch um über 9 Prozent zurückfallen lassen.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA590 2015-11-10/18:43