Lufthansa lehnte Vorschlag des Arbeitsrichters ab

Frankfurt (APA/Reuters) - Im Darmstädter Prozess um den Antrag der Lufthansa gegen den laufenden Flugbegleiter-Streik hat die Fluggesellscha...

Frankfurt (APA/Reuters) - Im Darmstädter Prozess um den Antrag der Lufthansa gegen den laufenden Flugbegleiter-Streik hat die Fluggesellschaft den Einigungsvorschlag des Arbeitsrichters abgelehnt. „Eine Streikpause für ein Spitzengespräch bringt für die Passagiere der Lufthansa nichts“, sagte Lufthansa-Anwalt Thomas Ubber am Dienstagabend.

Richter Rainer Lösch hatte Anwälten der Kranichlinie und der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO den Vorschlag unterbreitet, sich auf ein Spitzengespräch der Parteien zu verständigen und den Arbeitskampf dafür zehn Tage auszusetzen. Bei dem Gespräch sollten dann Mindeststandards für eine spätere Schlichtung ausgelotet werden.

Die Lufthansa will den Streik der Stewards und Stewardessen gerichtlich unterbinden lassen. Der Konzern hatte seine Klage in Darmstadt zuvor auch auf die nächsten Streiktage erweitert. Den Ausstand am Flughafen Düsseldorf hatte das Arbeitsgericht der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt am Nachmittag überraschend verboten. UFO-Chef Nicoley Baublies hatte sich bereit erklärt, nach vier Tagen Streik den Ausstand unter bestimmten Bedingungen zu beenden. Während des Streiks der Flugbegleiter streicht die Lufthansa am Mittwoch 930 Flüge von und nach Frankfurt, München und Düsseldorf. Knapp 100.000 Fluggäste seien davon betroffen, teilte der Konzern mit.

~ ISIN DE0008232125 WEB http://www.lufthansa.com/ ~ APA666 2015-11-10/23:51