Heta - Stichwort: Nun drei Investorengruppen öffentlich

Wien/Klagenfurt/St. Pölten (APA) - Angeführt wird der „Par-Investorenpool“, der rund 1,1 Mrd. Euro in landesbehafteten Papieren der früheren...

Wien/Klagenfurt/St. Pölten (APA) - Angeführt wird der „Par-Investorenpool“, der rund 1,1 Mrd. Euro in landesbehafteten Papieren der früheren Kärntner Hypo, nun Heta, stecken hat, von der Dexia Kommunalbank Deutschland AG. Die 100-Prozent-Tochter des französisch-belgischen Konzerns hat 395 Mio. Euro in Seniorbonds investiert. Mit in der Gruppe ist die Hypo Niederösterreich, die 225 Mio. Euro in solche Papiere investierte.

Hypo NÖ und Dexia halten mehr als die Hälfte der Summe, der 1,1 Mrd. Euro, die zur Gänze zurückgefordert werden. Weitere Mitglieder, die die Gruppe nennt, sind die Münchener Hypothekenbank eG, die Helvetia Versicherung, die Debeka Versicherungsgruppe und Bausparkasse sowie die Erste Abwicklungsanstalt, die unter anderem vom Land Nordrhein-Westfalen und verschiedenen deutschen Sparkassenverbänden getragen wird.

Eine weitere Gruppe, die gegen einen Schuldenschnitt bei der Heta zu Felde zieht, ist die sogenannte Ad-Hoc-Gruppe („AHG“). Die zehn Mitglieder haben mit zusammen gut 2,5 Mrd. Euro Forderungen an die frühere Kärntner Hypo. Zur AHG gehören unter anderem die Commerzbank, Cyrus Capital Partners, Farallon Capital Europe, FMS Wertmanagement, Knighthead Capital Management, N.V. Bank Nederlandse Gemeenten, Pacific Investment Management Company/Pimco und Redwood Capital Management

Dann gibt es noch die „Gläubigerschutzgemeinschaft Teutonia“ mit einem landesbehafteten Anleihevolumen von 200 Mio. Euro, die das sogenannte „Hold-out“-Gesetz nicht akzeptieren und 100 Prozent ihrer Forderung zurück haben will.

Das Land Kärnten will mit vorgestrecktem Geld der Republik Österreich den Heta-Gläubigern, die Anleihen mit einer Haftung des Landes halten, noch heuer ein Vergleichsangebot vorlegen und die Papiere mit einem Abschlag zurückkaufen. Kolportiert wird ein Kaufpreis von 50 bis 60 Prozent des Nominale, obwohl das Land für 100 Prozent haftet. Gläubiger laufen dagegen Sturm und verlangen hundert Prozent.