Hopfgarten

Warten auf die Verlängerung

© Angerer Harald

In Hopfgarten hofft man noch immer auf den Weiterbau der Umfahrung. Doch nach Geländeuntersuchungen heißt es für die Anrainer wieder „Bitte warten“.

Von Harald Angerer

Hopfgarten –Während mancher Hollywood-Streifen schnell eine Fortsetzung findet, warten die Hopfgartener nun schon seit 19 Jahren auf ihren Teil 2. Die Brixentaler hoffen seit 1996 auf eine Fortsetzung der Umfahrung durch den Ort. Aber Warten sind die Hopfgartener gewöhnt, es dauerte 40 Jahre, bis Teil 1 der Umfahrung gebaut wurde.

Der erste Teil entlastet den Ortskern der Gemeinde, doch dann führt die Brixentaler Bundesstraße weiter durch dicht bewohntes Gebiet. Bei einem TT-Forum im Jahr 2011 wurde den Anrainern zugesagt, Bodenuntersuchungen auf der möglichen Trasse durchzuführen. Dieses Versprechen wurde auch eingehalten, brachte aber nicht die gewünschten Ergebnisse.

Die Trasse sollte im Bereich Bergbahn in die bestehende Brixentaler Bundesstraße eingebunden werden und dann salvenseitig bis Mitte des Hopfgartener Waldes führen. Die Geologie in dem Bereich hat sich aber als sehr labil erwiesen. Eine klare Absage gegen die Trasse gab es vom Baubezirksamt Kufstein zwar nicht, aber es hat der Gemeinde Hopfgarten empfohlen, alternative Trassen zu finden.

Hier war die Gemeinde Hopfgarten auch nicht untätig, wie Bürgermeister Paul Sieberer berichtet. „Die Suche nach Alternativen ist bei uns sehr schwierig. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden ist bei uns einfach sehr wenig Platz“, sagt Sieberer auf Anfrage der TT. Er hofft dennoch, dass es eine Lösung für seinen Ort geben kann.

Eine neue Alternative gäbe es nun nicht mehr salvenbergseitig zur Bahn, sondern südlich. „Angedacht wäre durch die Unterführung durch, dort ein Kreisverkehr, und auf dieser Seite dann entlang der Bahntrasse“, schildert Sieberer. Hier steht noch ein ehemaliges Firmengebäude im Weg. „Das ist aber kein Problem, das Gebäude haben wir gekauft“, erklärt Sieberer. Nun gelte es diesen Vorschlag noch mit dem Land Tirol auszuverhandeln. Es habe auch bereits einen ersten Gesprächstermin gegeben. Doch Konkretes gibt es noch nicht. „Wir sind aber auf einem guten Weg“, versichert Sieberer. Für ihn gelte es die Bedürfnisse der Hopfgarte­ner in der Sache zu vertreten. „Schließlich leben wir hier“, sagt Sieberer und hofft auf eine Lösung.

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