Schweizer Immo-Konzern Züblin verringerte Verlust im ersten Halbjahr

Zürich (APA/sda) - Der Turnaround bei der finanziell angeschlagenen Schweizer Immobiliengesellschaft Züblin kommt voran. Im ersten Halbjahr ...

Zürich (APA/sda) - Der Turnaround bei der finanziell angeschlagenen Schweizer Immobiliengesellschaft Züblin kommt voran. Im ersten Halbjahr hat das Unternehmen den Verlust deutlich eingedämmt. Auch mit der Kapitalerhöhung hat es nun geklappt.

Züblin erwartet aus der Kapitalerhöhung einen Nettoerlös von 70 Mio. Franken (65 Mio. Euro). Dieser Betrag werde für die Rückzahlung ausstehender Darlehen, den Kauf neuer Immobilien sowie für allgemeine Finanzierungszwecke verwendet, wie es in einer Mitteilung am Mittwoch heißt.

Die Beteiligungsgesellschaft Lamesa des russischen Investors Viktor Vekselberg hat den Angaben zufolge die Zeichnung der neuen Aktien vollständig garantiert. Die Notierung an der Schweizer Börse soll am 2. Dezember erfolgen.

Die Kapitalerhöhung war zwar unumstritten und wurde von den Aktionären gutgeheißen. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten hatte Vekselberg den Schritt im September aber nicht garantieren können, weshalb die Kapitalerhöhung verschoben werden musste.

Bei Züblin ist vieles im Umbruch, seitdem Vekselberg im Sommer 2014 das Management und den Verwaltungsrat teilweise durch eigene Leute ersetzt und eine neue Strategie vorgegeben hat. Züblin fokussiert sich seitdem auf die strategischen Liegenschaften in der Schweiz und in Deutschland.

Diese Gesundschrumpfung trägt nun erste Früchte. Im ersten Halbjahr des im April begonnenen Geschäftsjahres 2015/16 hat Züblin den Verlust deutlich eindämmen können. Unter dem Strich resultierte noch ein Minus von 23,6 Mio. Franken, nach 71,4 Millionen in der Vorjahresperiode.

Der Großteil des Verlusts geht dabei auf Immobilien in Frankreich zurück, die Züblin mittlerweile nicht mehr im Portfolio hat. So ergab sich aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen gar ein kleiner Gewinn von 3,0 Mio. Franken.