Verhaltenes Interesse an Christie‘s-Auktion nach Modigliani-Coup

New York (APA/dpa) - Einen Tag nach dem aufsehenerregenden Rekordverkauf eines Bildes bei Christie‘s in New York blieb das Interesse an Mode...

New York (APA/dpa) - Einen Tag nach dem aufsehenerregenden Rekordverkauf eines Bildes bei Christie‘s in New York blieb das Interesse an Moderner Kunst nur verhalten. Das Auktionshaus setzte zwar innerhalb von nicht einmal zwei Stunden knapp 332 Millionen Dollar (310 Millionen Euro) um. Außergewöhnliche Rekorde gab es jedoch nicht, und selbst die Glanzstücke blieben innerhalb des Erwarteten.

Teuerstes Werk bei der modernen Kunst war Andy Warhols (1928 bis 1987) „Four Marilyns“. Der Titel sagt aus, was auf dem gewaltigen Bild zu sehen ist: viermal der Kopf von Marilyn Monroe, die Farben jeweils verfremdet. Christie‘s hatte auf mehr als 40 Millionen Dollar gehofft, es wurden 36 Millionen. Gleich dahinter kam „The Brigadier“ von Lucian Freud (1922 bis 2011) mit 34,9 Millionen.

Für eine große bronzene Spinne von Louise Bourgeois hatte Christie‘s 35 Millionen Dollar haben wollen. Es wurden knapp 28,2 Millionen. Für das Werk der Künstlerin, die vor fünf Jahren mit 98 starb, ist es dennoch ein Auktionsrekord. Auktionsrekorde wurden unter anderem auch für Lucio Fontana („Concetto Spaziale“, 29,2 Millionen) und Claes Oldenburg, („Clothespin Ten Foot“, 3,6 Millionen Dollar) erzielt.

Am Tag zuvor war Modiglianis „Nu couché“ („Liegender Akt“) für 170,4 Millionen Dollar versteigert worden - der zweithöchste je erzielte Preis für ein Kunstwerk in einer Auktion.