329 Parlamentssitze für Regierungsbildung in Myanmar nötig

Yangon (Rangun) (APA/dpa) - Entscheidend für die Regierungsbildung in Myanmar ist die Wahl des Präsidenten. Der ernennt die Regierung. Im Un...

Yangon (Rangun) (APA/dpa) - Entscheidend für die Regierungsbildung in Myanmar ist die Wahl des Präsidenten. Der ernennt die Regierung. Im Unterhaus sitzen 433 Abgeordnete, im Oberhaus 224, zusammen 657 Abgeordnete. Eigentlich sollten es 664 sein, aber in sieben Wahlkreisen wurde wegen Unruhen kein Volksvertreter für das Unterhaus gewählt. Ein Viertel der 664 Mandate ist für das Militär reserviert, insgesamt 166 Sitze.

Drei Parlamentariergruppen ernennen jeweils einen Kandidaten für das Präsidentenamt: die ernannten 166 Abgeordneten des Militärs, die 323 gewählten Abgeordneten des Unterhauses und die 168 gewählten Abgeordneten des Oberhauses. Um ihren Kandidaten im Unterhaus durchzusetzen, braucht eine Partei mindestens 162 Mandate, im Oberhaus mindestens 85.

Alle 657 Parlamentarier stimmen über die drei Kandidaten ab. Der Sieger wird Präsident, die beiden anderen Stellvertreter. Um einen Kandidaten bei dieser Abstimmung durchzusetzen, braucht eine Partei in beiden Häusern zusammen 329 Mandate.