Flüchtlinge - Kroatien: Sind auf jede Situation vorbereitet

Ljubljana/Zagreb (APA) - Kroatien hat auf die Entscheidung Sloweniens, einen Zaun an der Grenze zu Kroatien zu errichten, abwartend reagiert...

Ljubljana/Zagreb (APA) - Kroatien hat auf die Entscheidung Sloweniens, einen Zaun an der Grenze zu Kroatien zu errichten, abwartend reagiert und versucht seine Bürger zu beruhigen. Das Land sei vorbereitet, auf jede Situation zu reagieren, erklärte die kroatische Regierung laut der Nachrichtenagentur Hina in einer Aussendung. Das Land werde „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Staatsinteressen zu schützen“.

Die kroatischen Bürger könnten beruhigt sein, hieß es demnach in der Presseerklärung am Dienstagabend. Der kroatische Premier Zoran Milanovic habe am Dienstag mit seinem slowenischen Amtskollegen Miro Cerar über die Entscheidung der Regierung des Nachbarlandes gesprochen. Die beiden Regierungschefs hätten vereinbart, die Kooperation ihrer beiden Staaten bei Aufnahme und Transit der Flüchtlinge fortzusetzen.

Slowenien, wohin die großer Mehrheit der Flüchtlinge auf der Balkanroute von Kroatien weiterreist, seitdem Ungarn im vergangenen Monat seine Grenze dicht gemacht hat, hatte am Dienstag angekündigt, „technische Barrieren“ an seiner Südgrenze zu errichten. Am Mittwoch soll bereits mit der Errichtung eines Zaunes an Teilen der fast 700 Kilometer lange Grenze begonnen werden. Slowenien betont jedoch, die Grenze werde offen bleiben.

Die Stimmung zwischen Kroatien und Slowenien ist wegen des Umgangs mit den Flüchtlingen angespannt. Die Regierung in Ljubljana hat Zagreb wiederholt vorgeworfen, sich nicht an die Absprachen zu halten und unkontrolliert Menschen weiter nach Slowenien zu leiten.