Wohnraum

Natur als gestaltender Mitbewohner

Die großen Glasfronten und vielen Austrittsmöglichkeiten schaffen einen fließenden Übergang von Innen- und Außenbereichen.
© Caterina Molzer-Sauper

Im lichtdurchfluteten Generationenhaus in Mutters wird das Leben im Einklang mit der Umgebung spürbar.

Von Caterina Molzer-Sauper

Mutters –Ursprünglich als Zweifamilienhaus geplant, steht das moderne Haus einer vierköpfigen Familie mit zwei erwachsenen Töchtern, die bereits im Ausland studieren, heute allen Generationen innerhalb der Familie offen und beherbergt zwischendurch auch so manchen Gast, der nur ungern wieder abreist.

Für den Architekten des Projektes, Conrad Messner von DIN A4 Architektur, liegt die Zukunft des Bauens in einer zeitgemäßen, individuellen und vor allem ressourcenschonenden Architektur. Am Beispiel von Haus Mona wird deutlich, wie wichtig das Eingehen auf die Bewohner und den umgebenden Raum ist.

Inmitten von traditionellen Bauernhöfen und klassisch-gediegenen Wohnhäusern war es für den verglasten Kubus mit Flachdach zunächst nicht ganz einfach, sich im Dorf beliebt zu machen. Die aufgeschlossene, kreative Familie ließ sich von ihrem Traumhaus jedoch nicht abbringen und so hat das Gebäude heute ganz selbstverständlich und eins mit der üppigen Vegetation rundum seinen Platz im Ort gefunden.

In den offenen Wohnräumen lässt sich so Einiges entdecken, was die eigene Kreativität durchaus anspornt.
© Caterina Molzer-Sauper

Auf zwei getrennten Wohn­ebenen bietet das Haus seinen Bewohnern alles, was man zum Leben braucht. Auch das Kellergeschoß mit Tageslicht ist teilweise als Gästebereich ausgestattet. Beinahe von jedem Raum aus kann man einen Schritt ins Freie machen, sei es in den verwunschenen Garten oder auf eine der Terrassen.

Neben den großen Glasflächen, die einen atemberaubenden Ausblick in sämtliche Himmelsrichtungen bieten und die Natur rund um das Jahr praktisch schwellenfrei ins Haus holen, finden sich unbehandelte Holz- und Sichtbetonoberflächen. Eine Solaranlage und eine Pellets­heizung sorgen für wohlige Wärme auf allen Ebenen des Niedrigenergiehauses.

Der flexible Grundriss hat sich im Laufe der Jahre mit der jeweiligen Lebenssituation der Familie entwickelt und bietet neben den kommunikativen Zonen auch Platz für einen persönlichen Rückzug.

„Wir wollten immer ein offenes, einladendes Haus, das jeden Besucher willkommen heißt, die Natur hereinholt und Freiraum für kreative Phasen lässt“, erzählt die Bauherrin. Diese Kreativität der Bewohner spürt man in jeder Ecke des Hauses. Es gibt neben den Küchen, Bädern und einigen Schrankwänden kaum Möbel von der Stange – alles wurde auf Flohmärkten und sonstigen Entdeckungstouren zusammengetragen, liebevoll restauriert und perfekt arrangiert. Idee über Idee machen eine Hausbesichtigung zur Exkursion für Freunde des individuellen Handwerks.

Im lichtdurchfluteten Generationenhaus in Mutters wird das Leben im Einklang mit der Umgebung spürbar.
© Caterina Molzer-Sauper

Der umfangreiche Materialmix und die vielen Details wirken im schlichten Bau mit seinen warmen Farben aber nicht überladen und verwirrend, sondern strahlen eine ganz besondere Behaglichkeit aus.

Cool muss also nicht unbedingt kühl sein, wie man an diesem Beispiel deutlich sehen kann. Ein schlichter Betontrog als Waschbecken in Kombination mit schönen Stoffen und ein bisschen Klimbim rundum zeigt beispielsweise, wie Stilmix funktioniert.

Weitere Fundstücke im Keller warten schon auf ihre Bearbeitung und ihren zukünftigen Einsatz im Haus.

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