Studenten-Massaker: Neue Vorwürfe gegen Ex-Bürgermeister von Iguala

Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Gegen den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Iguala und mutmaßlichen Drahtzieher des Studenten-Massakers in Mexiko ...

Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Gegen den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Iguala und mutmaßlichen Drahtzieher des Studenten-Massakers in Mexiko hat ein Bundesrichter neue Vorwürfe erhoben. Jose Luis Abarca müsse sich wegen organisierten Verbrechens und unrechtmäßiger Bereicherung verantworten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag (Ortszeit) mit.

Die Vorwürfe erhob ein Strafrichter in Toluca im Zentrum des Landes. Abarca soll für das Verschwinden der 43 jungen Leute im September 2014 im südwestlichen Bundesstaat Guerrero verantwortlich sein. Er sitzt seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft.

Polizisten hatten die Studenten in Iguala verschleppt und einer Drogenbande übergeben. Den Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und ihre Leichen verbrannt. Eine Expertengruppe der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) hatte zuletzt erhebliche Zweifel an der offiziellen Version angemeldet. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen hatte der Bürgermeister von Iguala den Polizeieinsatz angeordnet, um zu verhindern, dass die Studenten eine Rede seiner Ehefrau störten.