Lufthansa-Streik - Airline-Chef Spohr: Müssen das durchstehen

Frankfurt (APA/Reuters/dpa) - Lufthansa-Chef Carsten Spohr will den harten Kurs gegen die Gewerkschaften in seinem Unternehmen fortsetzen. D...

Frankfurt (APA/Reuters/dpa) - Lufthansa-Chef Carsten Spohr will den harten Kurs gegen die Gewerkschaften in seinem Unternehmen fortsetzen. Die Auseinandersetzungen würden solange ausgetragen wie notwendig, sagte der Vorstandsvorsitzende des größten europäischen Luftverkehrkonzerns am Mittwoch auf einem Tourismuskongress in Frankfurt. Das Unternehmen könne nicht seine Zukunftsfähigkeit aufs Spiel setzen.

„Jeder Streiktag ist einer zu viel“, sagte Spohr. Ein schnelles Ende des aktuell laufenden Streiks der Flugbegleiter sei nicht in Sicht. Aber natürlich ende jede Verhandlung mit einem Kompromiss, ließ Spohr auch Verhandlungsbereitschaft erkennen. Er räumte ein, dass Lufthansa in den vergangenen Jahrzehnten bestimmte Organisationsprobleme nicht entschieden genug angegangen sei. Lufthansa werde aber auch künftig seine Mitarbeiter besser bezahlen als die Konkurrenz.

„Wir müssen das durchstehen, um unsere Position zu sichern“, sagt Spohr in Frankfurt. „Der Widerstand gegen Veränderungen im Unternehmen ist groß, insbesondere bei bestimmten Beschäftigtengruppen.“ Der Konzern habe aber keine Wahl als sich zu ändern.

Der AUA-Mutterkonzern Lufthansa prüft nach den Angaben eines Sprechers weiterhin, ob sie beim Landesarbeitsgericht Hessen Berufung gegen das Urteil des Arbeitsgerichtes Darmstadt einlegt. Die Vorinstanz hatte in der Nacht eine Eilklage der Lufthansa gegen den Ausstand der Flugbegleiter abgewiesen.

~ ISIN DE0008232125 WEB http://www.lufthansa.com/ ~ APA250 2015-11-11/11:48