Bezirk Imst

„Hoffen auf ein bissl Hilfe von oben“

Der Skibetrieb auf den Gletschern floriert, Obergurgl startet heute in die Saison. Die anderen bringt der Spätherbst zum Schwitzen. Die Sölder verschieben „bis auf Weiteres“, der Rest hofft auf den Wintereinbruch.

Von Alexander Paschinger

Imst –Die drei Gletscherskigebiete im Bezirk Imst (Pitztaler Gletscher, Rettenbach- und Tiefenbachferner) laufen schon seit Wochen in Vollbetrieb. Heute startet das erste „normale“ Skigebiet offiziell zur Wintersaison: Obergurgl/Hochgurgl fährt heute – nach dem verhaltenen Pre-Opening vom Wochenende – einige Anlagen an.

Leicht habe man es derzeit nicht, die Zeit zum Skifahren zu propagieren, sagt Werner Hanselitsch vom Skigebiet Obergurgl/Hochgurgl. Denn in Imst draußen herrschen Frühlingstemperaturen und in Sölden regiere Herbst. Dennoch schwärmt Hanselitsch von guten Pistenverhältnissen: „Ende Oktober gab es 70 cm Schnee und dann konnten wir auch beschneien.“ An diesem Wochenende lockt man die Wintersportler mit Partys und Aktionen.

Herunten in Sölden zeigt Hansjörg Posch von den Bergbahnen lediglich auf das Thermometer: „Die 0-Grad-Grenze liegt bei 4000 Metern, am Wochenende gibt’s eine kleine Abkühlung mit geringsten Niederschlägen, aber von der Wetterprognose her ist nichts in Sicht.“ Freilich, die Gletscherskigebiete laufen voll. Giggijoch und Gaislachkogel? „Wir hatten vor, an diesem Wochenende aufzumachen. Aber da geht derzeit gar nichts.“ Der Start der beiden Sölder Skigebiete „ist bis auf Weiteres“ verschoben.

Das Kühtai hat den 27. November ins Auge gefasst. Doch auch dort verweist man auf die dafür notwendige Schneelage oder zumindest Temperaturen, damit die Beschneiung anlaufen kann.

Am 11. Dezember will Hochoetz in Winterbetrieb gehen. „Wir haben noch einen Monat Zeit und unsere Beschneiungsanlage wurde verbessert“, so Nadja Frischmann. Und „wir hoffen auch auf ein bissl Hilfe von oben“, zeigt sie sich optimistisch.

Im hinteren Pitztal rattern die Anlagen am Gletscher „und es läuft super“, erklärt Prokurist Marcus Herovitsch. Für den Rifflsee sei die Prognose verfrüht, gefahren werde „aber nicht vor dem ersten Dezemberwochenende“.

Den 4. und 5. Dezember hat sich auch das Hochzeiger-Skigebiet in Jerzens im Kalender rot angestrichen. Geschäftsführer Hansjörg Wohlfarter liegt noch die notwendige Verschiebung des Openings im Vorjahr im Magen. „Aber man muss es hinnehmen, wie es kommt. Wenn die Temperaturen passen und wir beschneien können, dann gehen wir binnen einer Woche in Betrieb.“

Die neue Beschneiungsanlage fehlt dagegen noch in Hoch-Imst. „Wir werden wohl am 19. Dezember starten“, sagt Geschäftsführer Bernhard Schöpf. Der Tarrenzer Bürgermeister Rudolf Köll will das Bunggerloch „für die Zeit rund um Weihnachten“ einsatzbereit haben.

Für Sie im Bezirk Imst unterwegs:

Alexander Paschinger

Alexander Paschinger

+4350403 3014

Thomas Parth

Thomas Parth

+4350403 2035

Verwandte Themen