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Martini und die Wetterregel: Kein Wintereinbruch in Sicht

Goldener Herbst in Tirol: So präsentiert sich derzeit Pertisau am Achensee.
© Leserfoto Sepp Greiderer

Um den Martinitag ranken sich einige Wettermythen, die Hinweise auf den möglichen Verlauf des anstehenden Winters geben sollen. Doch ist in absehbarer Zeit winterliches Wetter in Sicht? Meteorologen stellen die Bauernregel auf den Prüfstand.

Innsbruck - „Ist Martini klar mit Sonnenschein, bricht bald ein kalter Winter herein“. Das ist eine von zahlreichen gängigen Bauern- bzw. Wetterregeln für den gestrigen Martinstag. Doch halten diese auch was sie versprechen? Diese Frage stellten sich die Meteorologen des Wetterdienstes Ubimet.

„Mittlerweile gibt es zahlreiche wissenschaftliche Auswertungen und Studien, die eindeutig belegen, dass solche Weisheiten nur eine geringe Trefferquote haben“, sagt Josef Lukas. Betrachtet man nun den diesjährigen Martinitag, dann kommt, zumindest laut der Weisheit, der Winter sehr bald. Denn auch der Mittwoch präsentierte sich mit viel Sonnenschein und mit für die Jahreszeit ausgesprochen warmen Temperaturen.

Trotzdem folgt laut dem Meteorologen kein baldiger Winter. „Schenkt man den aktuellen Modellen Glauben, dann ist ein nachhaltiger Wintereinbruch bis auf Weiteres nicht in Sicht. Zwar gehen die Temperaturen im Laufe des kommenden Wochenendes speziell auf den Bergen zurück, schon zu Beginn der neuen Woche kündigt sich aber wieder milde Luft an“, so der Meteorologe. In den Niederungen sollte man laut den Wetterexperten selbst die Abkühlung vom Wochenende kaum spüren, da der teils kräftige Wind für eine gute Durchmischung der Atmosphäre sorge.

Die zweite Novemberhälfte dürfte dann aus heutiger Sicht unbeständiger verlaufen, ein massiver Kaltlufteinbruch bleibt aber vorerst aus. „Wir befinden uns weiterhin in einer straffen Westströmung, die Luft kommt direkt vom Atlantik“, so Lukas. „Diese Luftmassen sind in der Regel zwar recht feucht, gerade zu dieser Jahreszeit aber oft auch eher mild, womit es meist nur im höheren Bergland für Schneefall reicht“, erklärt der Meteorologe. Aber auch im vergangenen Jahr hatte sich der Winter auch Zeit gelassen und ist erst kurz nach Weihnachten in Fahrt gekommen. (TT.com)

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