Klimagipfel - Klimaschutzreferenten der Länder tagten in Wien

Wien (APA) - Die Klimaschutzreferenten der Länder haben sich am Mittwoch erstmals zu einer Konferenz getroffen, um knapp vor Paris in Wien d...

Wien (APA) - Die Klimaschutzreferenten der Länder haben sich am Mittwoch erstmals zu einer Konferenz getroffen, um knapp vor Paris in Wien die Weichen zu stellen und Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) in seinem Mandat den Rücken zu stärken. Dieser zeigte sich zuversichtlich, dass der Klimagipfel in Frankreich mit einem Abkommen enden wird: „So gut waren die Voraussetzungen noch nie“.

Die Tiroler Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) meinte, es wäre eine Herausforderung, die Mittel für die entsprechenden Klimastrategien in Österreich zu finden. Sie appellierte an die Finanzlandsräte und Landeshauptleute, bei den Finanzausgleichsverhandlungen besonderen Wert auf das Thema Klima zu legen. Die Klimaschutzreferenten hätten ein Zeichen gesetzt, wie es gemeinsam geht - „als Signal an Paris, aber auch für die Innenpolitik“. Die nächste Konferenz auf dieser Ebene werde im kommenden Jahr in Oberösterreich stattfinden.

Der Klimawandel sei eine der zentralen Herausforderungen des Jahrhunderts, unterstrich Rupprechter. Man benötige zudem eine Anpassungsstrategie, da die Temperaturen bereits steigen. „2015 wird alle Rekorde sprengen und das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden.“ Alle Staaten müssten an einem Strang ziehen und ein neues, verpflichtendes Abkommen für die Zeit nach Kyoto schließen. Und er sei optimistisch, dass es in Paris ein solches geben wird.

„Wir haben noch viel zu tun“, meinte der Umweltminister zu Österreich, das er auf einem guten Weg sieht. Man werde das Ziel bis 2020 erreichen - „das kann ich mit Fug und Recht sagen“. Entsprechende Zweifel der EU-Umweltagentur würden bestehen, weil in deren Berechnungen noch nicht das kürzlich auf den Weg gebrachte Maßnahmenpaket enthalten sei, mit dem nachgebessert wurde.