Tiefe Depression

Schwimmstar Phelps sprach über dunkelste Periode seines Lebens

Michael Phelps will bei den Olympischen Spielen in Rio kommendes Jahr wieder in Topform auftrumpfen.
© Reuters

In einem Interview mit „Sports Illustrated“ erzählte der 18-fache Olympiasieger von der tiefen Depression, die ihn im September 2014 ereilt hatte.

Los Angeles – Die Zeit nach seiner Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer im September 2014 sei die dunkelste Periode seines Lebens gewesen, vertraute Rekord-Olympiasieger Michael Phelps in einem am Montag erscheinenden Interview der Zeitschrift „Sports Illustrated“ an. Er sei fünf Tage in einem finsteren Raum gelegen und „wollte gar nicht mehr leben“, sagte der US-Schwimmstar.

Der 29. September 2014 ist das wahrscheinlich wichtigste Datum in der Karriere des 18-fachen Olympiasiegers. Seine Festnahme nach einem feuchtfröhlichen Abend in einem Casino in Baltimore habe ihn in eine tiefe Depression gestürzt, erklärte der 29-Jährige. Er wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt, nachdem er wenige Monate zuvor sein Comeback im Hinblick auf die Sommerspiele in Rio bekanntgegeben hatte.

Phelps folgte danach einer Anregung seines engsten Umfeldes und unterzog sich in Arizona einer Therapie wegen seines Alkoholproblems. „Das war zweifellos der Moment, an dem ich die größte Angst meines Lebens hatte“, gab Phelps zu. Er habe bei sich selbst Dinge entdeckt, die er vorher nicht anzurühren wagte. „Vor allem, dass ich mich immer als Athlet, aber nie als Mensch gesehen habe.“

Seither hat Phelps auch die Motivation für das Training wiedergefunden. Im August schwamm der vom US-Verband von der WM ausgeladene Star drei Jahres-Weltbetzeiten - jeweils schneller als die Weltmeister von Kasan. „Wenn er weiter so trainiert, wird er in Topform sein“, sagte Trainer Bob Bowman im Hinblick auf Olympia in Rio nächstes Jahr. (APA)

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