Aliyev-Prozess 3- Witwen-Vertreter bleiben bei Nichtigkeitsbeschwerde

Wien (APA) - Die Kanzlei Lansky, Ganzger und Partner (LGP), die im sogenannten Aliyev-Prozess die Interessen der Witwen der getöteten Banker...

Wien (APA) - Die Kanzlei Lansky, Ganzger und Partner (LGP), die im sogenannten Aliyev-Prozess die Interessen der Witwen der getöteten Banker vertritt, wird nach eigenen Angaben die Nichtigkeitsbeschwerde gegen die zwei Freisprüche im Doppelmord aufrechterhalten. „Wir haben Rechtsmittel eingelegt, an deren Erfolgsaussicht glaube ich“, sagte Anwalt Gabriel Lansky gegenüber der APA am Mittwoch.

Den Schritt der Staatsanwaltschaft, die am Mittwoch ihre zunächst angemeldeten Nichtigkeitsbeschwerden zurückgezogen hatte, könne er nicht beurteilen, so Lansky weiter. Wie lange es dauert bis es in dieser Causa eine Entscheidung geben wird, ist laut der Sprecherin des Wiener Straflandesgericht, Christina Salzborn, derzeit nicht absehbar. Der umfangreiche Akt - „40 Kisten“- werde einmal in den kommenden Wochen dem Obersten Gerichtshof (OGH) vorgelegt, sagte Salzborn auf APA-Anfrage.

Nach langjährigen Ermittlungen um die Entführung und Ermordung der kasachischen Banker Zholdas Timraliyev und Aybar Khasenov war der ehemalige Chef des kasachischen Geheimdienstes KNB, Alnur Mussayev, im vergangenen Juli im Wiener Straflandesgericht von sämtlichen in diesem Zusammenhang gegen ihn erhobenen Vorwürfen freigesprochen worden. Vadim Koshlyak, der frühere Sicherheitsberater des ehemaligen kasachischen Botschafters in Wien, Rakhat Aliyev, wurde in einem einzigen Anklagepunkt schuldig erkannt.