Salzburger Bergfilmfestival widmet den Alpen einen Schwerpunkt

Salzburg (APA) - Das Salzburger Bergfilmfestival „Abenteuer Film. Abenteuer Berg“, das vom 19. November bis 4. Dezember stattfindet, blickt ...

Salzburg (APA) - Das Salzburger Bergfilmfestival „Abenteuer Film. Abenteuer Berg“, das vom 19. November bis 4. Dezember stattfindet, blickt heuer nicht nur in die Ferne, sondern widmet den Alpen einen Schwerpunkt. Insgesamt gebe es 21 Programme mit 50 Filmen, kündigte Angelika Hinteregger, die für die Organisation des Festivals verantwortlich ist, am Mittwoch bei einem Pressegespräch an.

Die Alpen stehen im Mittelpunkt des Vortrags des Schladminger Bergführers und Fotografen Herbert Raffalt, der einen Abend lang auf die „Traumberge der Ostalpen“ entführt. Der Abend „2.000 km Freiheit“ erzählt von einer Überquerung des gesamten Alpenbogens: Der Bergführer Hans Thurner und Anita Lechner starteten im April 2011 am Fuße des Leopoldsberges bei Wien und gingen in 101 Tagen über die Wiener Hausberge, die Niederen Tauern, die Karnischen Alpen, Dolomiten, das italienische Piemont bis in die Seealpen in Frankreich. „Traumziele der Alpen“ lautet der Titel des diesjährigen Vortrags von Kurt Diemberger, der das Festival seit Anbeginn unterstützt.

Eröffnet wird das Bergfilmfestival mit einem Abend über die aktuelle Lage in Nepal. Das große Erdbeben dürfe nicht in Vergessenheit geraten, sagte der Journalist Thomas Neuhold, der gemeinsam mit Michael Bilic, dem Geschäftsführer des Filmkulturzentrums Das Kino, für das Programm verantwortlich zeichnet. Die Filme „Im Land der Zelte“ und „Tod in den Bergen“ berichten über die Situation der Menschen nach dem großen Erdbeben und dem langsamen Wiederaufbau. Außerdem werden Helfer, die vor Ort in Nepal Hilfe leisten, zu Wort kommen.

Nicht zu Fuß, sondern mit dem Mountainbike ist Harald Philipp unterwegs. „Er fährt dort noch mit dem Bike, wo anderen zu Fuß schon schwindlig wird“, versprach Neuhold einen spannenden Abend. Auch im Filmprogramm ist das Mountainbiken stark vertreten. Erstmals präsentiert sich die neue Disziplin des Skibergsteigens beim Bergfilmfestival. Es werde ein Teil der österreichischen Nationalmannschaft zu einem Schwerpunktabend kommen.

Geprägt wird das Programm auch vom Gedenken an zwei Wegbegleiter des Festivals, die beide im Frühjahr tödlich verunglückt sind: Bergspechte-Chef Edi Koblmüller, der in Georgien am Kasbek ums Leben gekommen ist, und der Ausnahmekletterer Albert Precht, der mit seinem Kletterpartner Robert Jölli beim Abseilen in Kreta starb. Den beiden Alpinisten ist ein eigener Abend mit Lesungen, Fotos und einem Film gewidmet. „Es gibt nur Dinge, die aus ihrer Kamera oder ihrer Feder stammen“, sagte Neuhold.

Im Filmprogramm hat ein neuer Film von Sina Moser Premiere. „Sie erzählt die Lebensgeschichte des Gletscherforschers Helmut Heuberger, der 1954 auf Einladung von Herbert Tichy als Hochgebirgswissenschafter an der Erstbesteigung des Cho Oyu teilgenommen hat“, kündigte Bilic an. Heuberger war Nationalsozialist, der sich aber später abwandte und im Widerstand tätig war. Ein Film widmet sich dem 150-Jahr-Jubiläum der Erstbesteigung des Matterhorns. Filme über Kletterparadiese vom Hochkönig bis zur Verdonschlucht, über Freeriden auf der Haute Route oder Luis Trenker runden das Programm ab.

(S E R V I C E - 22. Bergfilmfestival „Abenteuer Berg. Abenteuer Film“ vom 19. November bis 4. Dezember in Salzburg. Karten unter 0662/873100-15. Infos zum Programm unter www.daskino.at)