Bildungsreform - Föderalismus-Institut: Zahlen nicht nachvollziehbar

Wien (APA) - Das Institut für Föderalismus hält die kolportierten Zusatzkosten durch eine Verländerung der Schulverwaltung im Zuge der Bildu...

Wien (APA) - Das Institut für Föderalismus hält die kolportierten Zusatzkosten durch eine Verländerung der Schulverwaltung im Zuge der Bildungsreform - im Gespräch waren zuletzt Beträge zwischen 170 und 800 Mio. Euro - für nicht nachvollziehbar bzw. „unseriös“. Laut Instituts-Berechnungen würde eine Verländerung direkte Einsparungen von 20 Mio. Euro bringen - der Wert der „Gesamtoptimierung“ wäre noch höher.

Derzeit seien in den Landesschulräten bzw. im Wiener Stadtschulrat rund 1.600 Mitarbeiter tätig. In jenen vier Ländern, die die Pflichtschulverwaltung selbst erledigen (die anderen haben diese an die Landesschulräte übertragen), seien 140 Personen dafür zuständig. Dazu kämen noch 600 Mitarbeiter im Ministerium und knapp 200 im Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE; dieses nimmt allerdings keine Verwaltungsfunktionen wahr, Anm.). In der klassischen Schulverwaltung seien damit bei Bund und Ländern rund 2.000 Personen beschäftigt - das bedeute bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 60.000 Euro pro Jahr Personalkosten von 120 Mio. Euro.

Das sei weniger als die kleinste genannte Summe beim Einsparpotenzial, rechnet das Institut vor. Auch der mit 90 Mio. Einsparung bezifferte größte Brocken, die Überziehung der Stellenpläne durch die Länder, wird bestritten. Diese sei durch zu wenige Bundeslehrer für die Neuen Mittelschulen (weswegen Landeslehrer eingesetzt werden), die Vorgabe einer fixen Maßzahl für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (trotz höherer realer Zahl) sowie die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl von 30 auf 25 bedingt.