WM-Qualifikation

Giganten-Duell in Südamerika: Argentinien empfängt Brasilien

Brasilien-Star Neymar könnte Argentinien endgültig in die Krise stürzen.
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Der Vizeweltmeister ist vor Vergleich mit dem Erzrivalen angeschlagen: Nach Messi und Aguero ist jetzt auch Tevez verletzt.

Buenos Aires – Argentiniens Fußball-Nationalteam steht nach einem schwachen Start ins Ausscheidungsrennen um einen WM-Start in Russland 2018 unter Zugzwang. Nur einen mageren Punkt und null Tore hat der Vizeweltmeister nach seinen beiden Auftaktspielen in der Südamerika-Qualifikation zu Buche stehen. Am Donnerstag droht der nächste Rückschlag, im Giganten-Duell gastiert Erzrivale Brasilien in Buenos Aires.

Lionel Messi, Sergio Aguero und Carlos Tevez - gleich drei verletzte Starangreifer müssen die nur auf Rang sieben liegenden Argentinier im „Superclasico“ vorgeben. Tevez machen muskuläre Probleme und Kniebeschwerden zu schaffen, wie erst Dienstag bekannt wurde. Der Stürmer des frisch gekürten Meisters Boca Juniors fällt auch für die ebenso schwere Partie in Kolumbien am kommenden Dienstag aus.

Neymar nach Sperre wieder dabei

Bei Brasilien kehrt im „El Monumental“ von Buenos Aires indes der Superstar zurück. Neymar hat seine bei der Copa America ausgefasst Vier-Spiele-Sperre abgesessen. Der Angreifer präsentierte sich beim FC Barcelona zuletzt in blendender Verfassung und traf in den jüngsten drei Spielen fünfmal. Teamchef Carlos Dunga darf trotz des Ausfalls von Real-Außenverteidiger Marcelo zuversichtlich sein.

Der Weltmeister von 1994 warnte dennoch, die angeschlagenen Argentinier zu unterschätzen: „Sie sind ein exzellentes Team, auch ohne Messi.“ Für Dunga geht es auch darum, die Kritiker im eigenen Land ruhig zu stellen. Diese äußerten nach dem 0:2-Fehlstart in Chile wieder Bedenken am 52-Jährigen. Zuletzt gelang ein 3:1-Heimsieg gegen Venezuela. Dunga gewann als Trainer der „Selecao“ bereits einmal in Argentinien: 2009 siegte Brasilien in Rosario mit 3:1.

Sein Gegenüber Gerardo Martino steht nach dem Fehlstart naturgemäß gehörig unter Druck. „Natürlich sind wir besorgt. Die ersten beiden Spiele sind nicht gut verlaufen“, meinte der Ex-Barcelona-Coach zur Ausgangslage. Das Fehlen von Messi sei dennoch keine Entschuldigung. „Wir haben auch ohne Messi in der Vergangenheit gute Leistungen geboten, das müssen wir auch Donnerstag schaffen.“

Aufgrund der Verletzten holte Martino wieder Gonzalo Higuain ins Team zurück. Der Napoli-Stürmer ist kein Fan-Liebling, nachdem er im verlorenen Finale der Copa America gegen Chile im Elferschießen vergeben hatte. Gegen Brasilien könnte Higuain in der Gunst der Anhänger wieder hochklettern.

Abseits des Klassikers wollen Uruguay, Ecuador und Chile auch nach dem dritten Spiel makellos bleiben. Uruguay gastiert dabei ohne den nach seinem WM-Eklat noch gesperrten Luis Suarez in Ecuadors Hauptstadt Quito. Zumindest kehrt Edinson Cavani ins Team des Tabellenführers zurück. Copa-Sieger Chile bekommt es zu Hause mit Kolumbien zu tun. Bei den Gästen fehlt Stürmer Radamel Falcao, zählen können die Kolumbianer wieder auf WM-Star James Rodriguez. (APA)

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