Bank Austria-Gewinn bis September fast halbiert

Wien/Mailand (APA) - Die vor einem dramatischen Konzernumbau stehende Bank Austria hat nach neun Monaten 2015 mit 660 Mio. Euro Nettogewinn ...

Wien/Mailand (APA) - Die vor einem dramatischen Konzernumbau stehende Bank Austria hat nach neun Monaten 2015 mit 660 Mio. Euro Nettogewinn unter dem Strich nur etwa halb so viel Profit geschrieben wie voriges Jahr um die Zeit (1,190 Mrd. Euro). Die Bilanzsumme lag mit 194 Mrd. Euro um 2,6 Prozent höher als zum Jahresende 2014.

Deutlich höher war heuer bis September der Kreditrisikoaufwand. Er stieg um gleich 42 Prozent auf 757 Mio. Euro. Hauptgrund für den Anstieg waren Lasten aus der Zwangskonvertierung von Frankenkrediten in Kroatien. Deshalb gingen die Kreditrisikokosten um 225 Mio. Euro nach oben.

Hauptertragsbringer war wie in den vergangenen Jahren das Osteuropageschäft, aus dem in den ersten drei Quartalen 505 Mio. Euro des Nettogewinns der Bank Austria kamen. Dieses Geschäft wandert im Zuge der umfassenden Konzernumstrukturierung bis Ende 2016 von der Wiener Bank Austria Bilanz direkt zur Bilanz der Mutter UniCredit. Damit verliert die Bank Austria ihr wichtigstes Ertragsstandbein.

Aus der zum Verkauf gestellten ukrainischen Tochterbank Ukrsotsbank gab es wieder Verluste. Dieses Defizit ist im Verlust aus „nicht fortgeführten Geschäftsbereichen“ (-158 Mio. Euro) erfasst. Auch das inländischen Retailgeschäft (Privatkundensparte/Filialen) macht Verluste. Es wird entweder verkauft oder von der Bank Austria selber saniert.

Die Kostenbelastung durch Bankenabgaben und „Systemsicherungsbeiträge“ wurde in der Zwischenbilanz per Ende September mit 233 Mio. Euro beziffert. Ein Effekt aus der Übertragung der Ostbankensparte an UniCredit: Nächstes Jahr fällt bei der Bank Austria ein sehr gewichtiger Teil der Bemessungsbasis für die umstrittene Bankensteuer weg.

~ ISIN IT0004781412 WEB http://www.bankaustria.at

https://www.unicreditgroup.eu ~ APA497 2015-11-11/16:02