Bank Austria-Chef - Kein außergewöhnlicher Abfluss von Kundengeldern

Wien/Mailand (APA) - Als Mitte Oktober die ersten Spekulationen um das Schicksal der Bank Austria hochgingen - Abzug der Osteuropa-Bankenzen...

Wien/Mailand (APA) - Als Mitte Oktober die ersten Spekulationen um das Schicksal der Bank Austria hochgingen - Abzug der Osteuropa-Bankenzentrale von Wien nach Mailand und möglicher Verkauf des heimischen Privatkundengeschäfts - zehrte das an den Nerven der tausenden Bank-Austria-Leuten in Österreich. Die Kunden wollten wissen, was mit ihrer Bank sein wird. Dass Gelder abgezogen würden, verneint der Bankchef.

„Weder ist seit Aufkommen der ersten Gerüchte Geld abgeflossen, noch gab es Kundenbewegungen außerhalb der üblichen Schwankungsbreite“, schrieb Bank Austria Generaldirektor Willibald Cernko am Mittwoch in einem Brief an die Mitarbeiter.

„Das haben wir nur Ihrem Einsatz und Engagement zu verdanken“, so Cernko an die Belegschaft, die sich - obwohl selber verunsichert - zahlreichen Gesprächen zur Causa stellen musste. Dafür gebühre „höchster Respekt“. Auch die kommenden Tage und Wochen würden in dieser Richtung „sehr herausfordernd“. Cernko beschied seinen Leuten in dem Schreiben, er verstehende die entstandene Verunsicherung und er bat nochmals um Geduld.

In den letzten Wochen war die Bank Austria Tagesgespräch am Bankplatz Österreich. Es wurde über gezielte Vorsprachen angeblich abwanderungsbereiter Firmenkunden bei anderen Banken gemunkelt. Eine neue Filialschließungswelle oder ein Verkauf des Filialnetzes ließ bei privaten Kunden Sorgen um ihre Bankfiliale sprießen. Zuletzt hatte Erste-Chef Andreas Treichl bei einer Analystenkonferenz erklärt, am Kauf von Bankteilen von Bank Austria oder auch BAWAG nicht interessiert zu sein, wohl aber an Kunden und Mitarbeitern von dort.

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