Wiener Börse

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 9,84 Punkte oder 0,40 Prozent auf 2.466,66 Einheiten. Da...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 9,84 Punkte oder 0,40 Prozent auf 2.466,66 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 17 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.484,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,12 Prozent, DAX/Frankfurt +0,61 Prozent, FTSE/London +0,25 Prozent und CAC-40/Paris +0,83 Prozent.

Dagegen herrschte an den europäischen Börsen eine freundliche Stimmung vor. Gestützt wurden die europäischen Kurse vor allem von der Hoffnung der Anleger auf weitere Lockerungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB), hieß es aus dem Handel.

Ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückte in Wien die voestalpine. Der Stahlkonzern hat in der Früh Zahlen für das erste Halbjahr 2015/16 veröffentlicht. Die Aktien gerieten vor allem im Späthandel klar unter Druck und gingen um 5,24 Prozent schwächer bei 31,27 Euro aus dem Handel. Am Vormittag hielt sich das Minus mit rund drei Prozent noch etwas mehr in Grenzen.

Einem Analysten der Erste Group zufolge fielen die voestalpine-Ergebnisse wie erwartet, teilweise sogar etwas besser als prognostiziert, aus und dürften daher keine große Überraschung am Markt gewesen sein. Der sehr vorsichtige Ausblick des Stahlkonzerns könnte die Anleger jedoch verunsichert haben. Auch die Baader Bank-Spezialisten sprachen in einer ersten Einschätzung von soliden Quartalszahlen und sehen die voestalpine trotz gekappter Guidance als „top-pick“ unter den Stahl- und Metallunternehmen.

Die voestalpine konnte im Halbjahr sowohl ihren Umsatz als auch ihren Gewinn dank Sondereffekten spürbar steigern. Für das Gesamtjahr ist der Stahlkonzern jedoch weniger optimistisch: Nur noch unter Einrechnung der Einmaleffekte könne das operative Ergebnis zum Vorjahr verbessert werden. Die um Sondereffekte bereinigten Ergebnisse werden jedoch entgegen den Erwartungen nach dem ersten Quartal „unter jenen des Vorjahres zu liegen kommen“, hieß es. Als Grund wurde auf die sich verschärfende Konjunkturlage in den Bereichen Stahl und Energie/Öl/Gas verwiesen.

Daneben sorgten neue Analystenstimmen für Bewegung. Zumtobel sackten um 4,84 Prozent auf 20,73 Euro ab. Die Erste Group-Experten haben ihr Kursziel für den Leuchtenhersteller von 28,8 auf 25,8 Euro gesenkt. Das Votum blieb bei „Accumulate“. Andritz gewannen indessen klare 1,15 Prozent auf 48,78 Euro, nachdem die Experten von Kepler Cheuvreux ihr Anlagevotum von „Hold“ auf „Buy“ angehoben hatten. Das Kursziel steigt ebenfalls von 54,00 auf 56,00 Euro.

Gut gesucht waren auch Bankwerte. Erste Group stiegen um 0,35 Prozent auf 28,60 Euro, Raiffeisen zogen mit plus 1,64 Prozent auf 14,24 Euro an die Spitze der Kurstafel. Die Raiffeisen Bank International (RBI) wird neben Lenzing, Wienerberger, Mayr-Melnhof und Post am morgigen Donnerstag Zahlen für das dritte Quartal vorlegen.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA562 2015-11-11/17:51