Justiz und Kriminalität

Weindieb starb an Frostschutzmittel - Winzer in Ungarn muss in Haft

Symbolfoto
© Weinviertel

Der 39-Jährige hatte während des Prozesses gestanden, vor zwei Jahren einen Teil seines Weins mit Frostschutzmittel gepanscht zu haben, um sich an einer Gruppe von Dieben zu rächen.

Budapest – Um Dieben eine Lektion zu erteilen, hat ein ungarischer Winzer Frostschutzmittel in seinen Wein geschüttet und damit den Tod eines Menschen verursacht. Wegen fahrlässiger Tötung wurde er in Budapest am Mittwoch zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Der 39-Jährige hatte während des Prozesses gestanden, vor zwei Jahren einen Teil seines Weins mit Frostschutzmittel gepanscht zu haben, um sich an einer Gruppe von Dieben zu rächen, die sich regelmäßig in seinem Weinkeller in Vacszentlaszlo bedienten. Ein 30-Jähriger, der mehrere Krüge gestohlen und den Wein anschließend mit Freunden geteilt hatte, starb kurze Zeit darauf im Krankenhaus an einer Vergiftung, fünf weitere mussten ebenfalls ins Krankenhaus.

Er habe den Dieben lediglich einen gehörigen Durchfall verpassen wollen, versicherte der Angeklagte. Hätte er Schlimmeres geplant, hätte er „Unkraut- oder Pilzvernichtungsmittel“ genommen. Laut dem Richterspruch muss er für seine gefährliche Aktion nun mindestens viereinhalb Jahre seiner Strafe tatsächlich absitzen, bevor er eventuell vorzeitig freigelassen wird. (APA/AFP)

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