Angola feiert 40 Jahre Unabhängigkeit

Luanda (APA/AFP) - Menschenrechtsaktivisten werfen ihm eine Angst- und Unterdrückungsherrschaft vor, dessen ungeachtet hat Angolas Präsident...

Luanda (APA/AFP) - Menschenrechtsaktivisten werfen ihm eine Angst- und Unterdrückungsherrschaft vor, dessen ungeachtet hat Angolas Präsident José Eduardo dos Santos zum 40. Unabhängigkeitstag den „Respekt der Menschenrechte und grundlegender Freiheiten“ versprochen.

Bei der Einweihung eines riesigen neuen Parlamentsgebäudes für das verarmte, südwestafrikanische Land kündigte er am Mittwoch überdies an, bei der Schaffung von Wachstum und Jobs aufs Tempo zu drücken. Energie und Dynamik der Jugend müssten „als Hebel eingesetzt werden, um eine wohlhabendere Nation zu bauen“.

Dos Santos ist seit 36 Jahren an der Macht. Nach der Unabhängigkeit wütete in Angola 27 Jahre lang ein Bürgerkrieg. Seit dem Waffenstillstand 2002 sieht sich der Präsident weiter mit Vorwürfen der Korruption, Missregierung und Einschüchterung konfrontiert. Wirtschaftlich liegt das Land weiter am Boden, obwohl es der zweitgrößte Ölexporteur in Afrika ist.

Nach einem Feuerwerk und Konzert am Dienstagabend wurde die Unabhängigkeit am Mittwoch mit einer Militärparade zelebriert. Zu den ausländischen Gästen gehörte Südafrikas Präsident Jacob Zuma.

Amnesty International sieht die Feiern durch „Jahrzehnte der Furcht und Repression“ durch dos Santos‘ Regierung überschattet und warf ihm vor, den „Würgegriff“, in den er die Meinungsfreiheit genommen habe, „enger zu ziehen“.

Zu den jüngsten Fällen, die die Unterdrückung der Opposition belegen, gehört die Festnahme von 15 Aktivisten im Juni. Ihnen wird „Rebellion“ vorgeworfen, weil sie am Treffen einer oppositionellen Jugendbewegung teilgenommen hatten.