Europas Leitbörsen schließen befestigt, UniCredit wenig verändert

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch mit höheren Kursen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch mit höheren Kursen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,67 Prozent auf 3.448,42 Zähler.

Neben den rigorosen Ankündigungen der UniCredit war die auf Hochtouren laufende Berichtssaison das Thema des Handelstages. Die Aktien der Bank-Austria-Mutter UniCredit schlossen nach der Bekanntgabe eines massiven Sparprogramms mit minus 0,08 Prozent. Bis 2018 will das Institut rund 18.200 Stellen abbauen. Besonders stark ist von den geplanten Umbaumaßnahmen die österreichische Tochter Bank Austria betroffen. Mit dem harten Kurs will Bank-Chef Federico Ghizzoni den Gewinn bis 2018 auf 5,3 Milliarden Euro bringen. Analysten hatten mit einem weniger ehrgeizigen Ziel gerechnet.

Auf Unternehmensebene lösten die vorgelegten Geschäftszahlen teilweise massive Kursbewegungen aus. Die Carlsberg-Aktie sprang um mehr als sechs Prozent in die Höhe. Der weltweit viertgrößte Bierbrauer berichtete über einen Quartalsgewinn über den Analystenerwartungen und kündigte einen Jobabbau an um die Kosten zu kürzen.

Vivendi knickten hingegen um massive 5,8 Prozent ein. Der französische Musik- und Medienriese verfehlte mit seinem Gewinnausweis die Analystenschätzungen.

Lufthansa erholten sich um 0,64 Prozent. Der längste Streik in der Geschichte der AUA-Mutter geht weiter: Die Lufthansa annulliert wegen des Ausstands der Flugbegleiter am Donnerstag weitere 930 Flüge. Von den Streichungen sind 107.000 Passagiere betroffen.

Für Verstimmung bei seinen Aktionären sorgte der Lichtkonzern Osram: Das Unternehmen will in den kommenden Jahren kräftig ins Wachstum investieren. Zunächst dürften die Pläne aber auf der Gewinnentwicklung lasten. Analysten und Anleger zeigten sich enttäuscht vom Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2016. Der Osram-Kurs brach um beachtliche 28,1 Prozent ein.

Die Papiere der Deutschen Post büßten 2,99 Prozent ein. Ein teurer Fehlgriff beim neuen IT-System der Frachtsparte brockte dem Logistikkonzern im Sommer einen herben Gewinneinbruch ein.

Ahold zogen um 3,4 Prozent an. Der niederländische Supermarktkonzern hat wegen des schwachen Euros zweistellig zugelegt. Der von Analysten besonders beobachtete bereinigte operative Gewinn kletterte um knapp 12 Prozent auf 319 Millionen Euro und damit stärker als erwartet.

Die Papiere von E.ON gingen mit minus 0,02 Prozent kaum verändert aus dem Börsentag. Der größte deutsche Energiekonzern leidet weiter unter dem Verfall der Strompreise. Zudem führten Milliarden-Abschreibungen auf seine Großkraftwerke im dritten Quartal zu einem Rekordverlust von fast 7,3 Milliarden Euro.

Gute Laune herrschte hingegen bei den Aktionären des Konsumgüterkonzerns Henkel, der mit Blick auf den bereinigten Gewinn je Vorzugsaktie im laufenden Jahr optimistischer geworden ist. Am Markt wurde das mit einem Kursplus von 6,7 Prozent honoriert.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.466,66 -9,84 -0,40 2.476,50 Frankfurt DAX 10.907,87 75,35 0,70 10.832,52 London FT-SE-100 6.297,20 21,92 0,35 6.275,28 Paris CAC-40 4.952,51 40,35 0,82 4.912,16 Zürich SPI 9.108,70 41,08 0,45 9.067,62 Mailand FTSEMIB 22.385,11 -58,89 -0,26 22.444,00 Madrid IBEX-35 10.377,20 40,40 0,39 10.336,80 Amsterdam AEX 469,20 4,00 0,86 465,20 Brüssel BEL-20 3.655,69 42,72 1,18 3.612,97 Stockholm SX Gesamt 1.511,46 12,06 0,80 1.499,40 Europa Euro-Stoxx-5 3.448,42 23,02 0,67 3.425,40

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Euro-Stoxx 358,67 2,42 0,68 356,25 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA569 2015-11-11/18:02