Leitl vertritt weltweite Wirtschaftskammern bei G-20-Gipfel

Wien/Antalya (APA) - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl wird am G-20-Gipfel dieses Wochenende im türkischen Antalya einen österreich...

Wien/Antalya (APA) - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl wird am G-20-Gipfel dieses Wochenende im türkischen Antalya einen österreichischen Tupfen beisteuern. Er vertritt dort als Präsident die Global Chamber Platform (GPC), einen Zusammenschluss von 16 transnationalen und nationalen Wirtschaftskammern. Am Sonntag darf er deren Forderungen präsentieren.

Zentrale Anliegen der GPC sind politische und soziale Stabilität, die Absicherung des Finanzwesens und „interessanterweise als drittes schon verbindliche Klimaschutzregelungen“, sagte Leitl im Vorfeld des Gipfels im Gespräch mit der APA. Stabilität sei für die Wirtschaft wichtig, dazu gehöre „Dialog statt Sanktionen“. Leitl will auch vor einer drohenden neuerlichen Finanzkrise warnen. Die von ihm vertretenen Firmen verwehren sich dagegen, dass weltweit tätige Großfirmen durch Verschieben von Gewinnen Steuern vermeiden können. Leitl will aber auch die Gelegenheit nutzen und über das Problem der Jugendarbeitslosigkeit sprechen.

Die GPC ist gemeinsam mit der „B20“, dem Zusammenschluss der Industrie- und Handelskammern der G-20-Staaten, zum Treffen der Staatschefs der 20 einflussreichsten Industrieländer (G-20) eingeladen. Die B20 vertritt ähnliche Anliegen wie die GPC. Mehr Transparenz bei der Besteuerung von Auslandsinvestitionen, Infrastrukturinvestitionen um das Wachstum zu fördern, Programme um die Qualifikation von Arbeitern zu verbessern, Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und zur Steigerung der Beschäftigung von Frauen, Unterstützung für KMU sind einige der 19 Punkte ihrer „Empfehlungen“ für den G-20-Gipfel.

Die GPC vertritt nach eigenen Angaben in 180 Ländern 100 Mio. Unternehmen mit 1 Mrd. Beschäftigten. Seit 2006 ist Leitl GPC-Präsident. Es ist ein Zusammenschluss von 16 transnationalen und nationalen Kammerverbänden, darunter Asociación Industrial Latino-Americana (AILA), South Asian Association for Regional Cooperation CCI (SAARC CCI), der Dachverband der Wirtschafts- und Handelskammern in der Golfregion (Federation of Gulf CC Chambers (FGCCC)), Ibero-American Association of Chambers of Commerce (AICO), Junior Chamber International (also der internationale Dachverband der „Jungen Wirtschaft“) und Eurochambres, der europäische Dachverband der Industrie-, Handels- und Wirtschaftskammern. Große Länder wie USA, China, Indien, Russland und auch der Iran sind direkt mit ihren nationalen Kammerorganisationen vertreten.

~ WEB http://wko.at ~ APA040 2015-11-12/06:00